San Francisco 3 - Fishermans Wharf, Cable Car und mehr!

Nach unserer Rückkehr von Hawai'i kehren wir noch einmal bei Nikolai in San Francisco ein. Wir fliegen über Nacht von Kauai direkt nach San Francisco, nehmen die Bahn (BART) nach Downtown und fahren dann mit dem Pendant der Straßenbahn (MUNI) an die Straßenecke vor Nikolai's Wohnung. Die Muni hält genau vor dem Lokal Burgermeister in dem wir bereits schomal .... Burger gegessen haben ;)
Als wir gegen 8 Uhr morgens ENDLICH vor Nikolai's Türe stehen, dampft der Kaffee schon auf dem Tisch! Danke tausendfach Nikolai!

Wir haben nun noch ein paar Tage bis wir unser Wohnmobil für unseren California/ Arizona Road Trip abholen werden und nutzen die Zeit um San Francisco besser zu erkunden.

Direkt vor Nikolai's Haustüre findet an diesem Wochenende das Straßenfest der Cole St. statt. Zwischen den Ständen mit dem Straßenfest-üblichen Klimbim und Tinnef gab es sogar einige (wer hätte das Gedacht) Stände mit Technik-Themen :)

Wir machen uns mit Nikolai auf den Weg in die Stadt...

...um zum Fisherman's Wharf zu gelangen. An dem Anleger fahren heute noch jeden Tag die Boote zum Fischen in die Bay raus. Mittags wird der Fang dann in den zahlreichen Hafenrestaurants und an den Buden verkauft. Das ganze Areal ist durch viele Menschen, Straßenkünstler und Händler sehr belebt.

Hier gibt's frischen Fisch - rund um die Uhr. Wir erreichen die Werft erst gegen Mittag und bringen reichlich Hunger mit. Das Angebot ist riesig: Lobster, Krebse, Fish & Chips ... Schließlich weist uns Nikolai auf einen Geheimtipp hin: Die Bread Bowl - hierbei wird ein kleines Brot ausgehöhlt und mit einer Fischsuppe oder Krabben gefüllt. Anschließend erhält man das Brot zurück und kann die Suppe (und das ganze Brot) essen - sehr sehr (!!) lecker!

Alter Schwede - nach so einem ganzen Brot schlägt direkt das berühmt-berüchtigte Fresskoma ein...

... und wir fühlen uns wie die Seelöwen am Pier 39. Diese können dort auf den verlassenen Pontons dösen.

Weiter geht's zum Palace of fine Arts - ein Bild dieses Bauwerks haben wahrscheinlich alle schon mal gesehen. Als wir ankommen, machen gefühlte 10 Hochzeitspaare gerade dort Fotos.

Weniger bekannt ist allerdings, dass Maurice Leistungen aus dem Kunstunterricht der Schule hier ebenfalls Erwähnung finden - in Form einer Messingplatte im Boden (imaginärer Tusch).

Am nächsten Tag erkunden Anna und Maurice die Stadt weiter - Nikolai muss an einem Werktag nämlich arbeiten ;)

Wir entschließen uns einmal mit dem berühmten San Francisco Cable Car zu fahren. Die Einstellung des Cable Car wurde in San Francisco schon mehrfach diskutiert aber immer wieder verschoben. In der Mitte des 20 Jahrhunderts wurde schließlich beschlossen: Die Bahnen fahren so lange weiter bis ein Entscheid der Bevölkerung zur Abschaltung der Bahnlinien führt - das ist sehr unwahrscheinlich. Eine Fahrt mit dem Cable Car ist Fortbewegung und Museumsbesuch zugleich, denn sie fährt nun seit 1890 durch San Francisco.

Wir steigen an der Powell Station ein - einer Endhaltestelle. Da die Bahnen nicht in beide Richtungen fahren können, wie das bei modernen Zügen der Fall ist, werden die cars jeweils am Ende der Linie vom Fahrer (dem Gripman) sowie einem Helfer auf einer hölzernen Drehscheibe per Muskelkraft "gewendet".

Wir sind die letzten Gäste, die auf das Car mit aufsteigen dürfen. Alle Sitzplätze sind schon vergeben und wir bekommen einen Stehplatz zugewiesen - allerdings draußen auf dem Trittbrett des Cable Cars. Stehen auf'm Gang an der Schlaufe ala KVB ist nicht...

...und schon rattert das Gefährt durch die Straßen von Downtown San Francisco. Erst geht es steil einige Minuten den Berg hinauf...

...dann gibt es eine kurze, ebenerdige Fahrtstecke - hier kommt uns die selbe Linie in entgegengesetzter Richtung entgegen (die scheinbar alle einen Sitzplatz bekommen haben) - ...

...und dann rattert die Bahn den Berg wieder hinunter. Technischer Stand von 1900 ist jedoch, dass bergabwärts die Bremsen schleifen gelassen werden. Das ist erstens ohrenbetäubend laut und nach wenigen Augenblicken riecht es zweitens nach verbranntem Irgendwas - den ganzen Weg bis zur Endstation. Funktioniert jedoch!

Und wir sind nicht im Vorgarten eines SF-Einwohners mit Sinn für Humor gelandet.... :)

Während unseres Aufenthaltes findet zeitgleich eine Oracle Messe im Moscone Center statt. Diese Messehalle ist dem ein oder anderen vielleicht von Apples Keynotes bekannt, die hier abgehalten werden. Hier wurde u.a. 2007 das iPhone der Weltöffentlichkeit präsentiert. Die Halle ist typisch amerikanisch - riesengroß! Oracle möchte sich scheinbar nicht Lumpen lassen - zudem wird nebenan gerade von Microsoft bekannt gegeben dass die neue Version Windows 10 heißen wird.

Es wurde sogar der Katamaran der Oracle Segelteams extra zur Messe eingeflogen. Mit diesem gelang dem US Team ein 9:8 Erfolg über das Team von Neuseeland. Wohlgemerkt nach einem 1:8 (!!) Rückstand...

...um die ganzen Cloud, Big Data, Mobile, Apps etc. Buzzwords im Messe Bullshit Bingo entsprechend in Szene zu setzen. Die Durchfahrtsstrasse zum Moscone Center wurde zudem mit einem roten Teppich ausgekleidet...

...Das ist wirklich etwas dekadent. ;)

Anschließend fahren wir zum westlichsten Punkt der San Francisco Halbinsel. Hier steht das Cliff House. (Für Australien-Kenner: Quasi die Byron Bay San Franciscos).

Und direkt davor liegt der beschissenste Felsen der USA (tadaa! bitte amerikanisches Serien-Lachen an dieser Stelle im Geiste vorstellen):

Über verschiedene Strände (das Wasser ist soooooo kalt, da sterben einem schon die Füße ab!) gelangen wir nochmal zur Golden Gate Brücke, die wir bei unserem ersten Aufenthalt schon aus der Luft kennen gelernt haben.

An die Kitesurfer unter euch (Ihr wisst wen wir meinen! :) - kann es eine bessere Kulisse geben? Die Bay ist auf jeden Fall einen Ausflug mit dem Kite-Board wert:

Kurz bevor wir unser Wohnmobil (heißt im englischen RV - recreational vehicle) abholen, besuchen wir noch den Japanese Teagarden in San Francisco's Golden Gate Park. Wir würden euch gerne allerlei Details rund um diesen wirklich schön angelegten Garten erzählen - allerdings ist unser Guide nicht aufgetaucht und so können wir euch nur die Bilder dieser, wirklich schönen Anlage, zeigen.