<![CDATA[usa.maknesium.com]]>http://usa.maknesium.com/Ghost 0.5Sat, 21 Jan 2017 19:15:34 GMT60<![CDATA[Chicago - Stadt der Wolkenkratzer]]>...jedenfalls bis zur Ankunft in Chicago! Wir landen auf dem weltweit am stärksten frequentierten Flughafen - bei Nacht. Die Stadt der Wolkenkratzer sieht atemberaubend aus!

Unser Hotel liegt direkt im Zentrum der Stadt - dem Chicago Loop. Hier befinden sich einige der größten Gebäude in Chicago...

...sowie die größte Shoppingstraße der Stadt. Die Magnificent Mile.

Okay, nachdem wir uns in den riesigen Häuserschluchten wie Ameisen vorkommen, beschließen wir, die Stadt zunächst zu Fuß zu erkunden. Zumindest die Innere-Innenstadt :)

Wir laufen durch den wirklich schönen Millennium Park.

Er beherbergt ein Stück Kunst. Das Gebilde wird von den Einwohnern schlicht Bean genannt. Okay, wir verstehen auch wieso...

...und wir haben unseren Spaß :)

Besonders schön ist auch die Aussicht direkt vom Flussufer des Lake Michigan vom Lakefront Trail aus.

Allerdings erkennen wir recht bald, dass wir zu Fuß die Stadt kaum erkunden können. Zu groß ist das Areal auf dem ca. 3 Mio Menschen wohnen. Nach New York und Los Angeles ist Chicago das drittgrößte Ballungsgebiet der USA. Das liegt an der besonderen Position im mittleren Westen.

Wir buchen eine Lake and River Bootstour auf der wir mehr über die architektonischen Hintergründe der einzelnen Gebäude erfahren werden. Wir sind gespannt!

Leider ist es nur ca. 8 Grad und damit ziemlich kalt. Der stetige Wind in Chicago tut sein übriges. Zudem waren wir so weitsichtig und haben die Tour auf einem Speedboat gebucht - well done! Alles richtig gemacht 8(

Okay, das wird ne kalte Sache! Wir stärken uns zunächst mit einem kleinen amerikanischen Frühstück für die Fahrt.

Wir starten auf dem Lake Michigan auf den Chicago River...

...und nähern uns langsam den Wolkenkratzern.

Oh Mann! Die Brise auf dem Lake ist saukalt! Wir sitzen auf unseren Händen weil wir es sonst nicht mehr aushalten. Unser Guide, Bryan, gibt alles! Super Typ und super nett!

Der Chicago River ist übrigens ein interessanter Fluss. Im 19 Jahrhundert hat Chicago allen Müll einfach in den Fluss geworfen. Der Fluss mündete in den Lake Michigan, der gleichzeitig das Trinkwasserreservoir der Stadt war. Die Leute begannen durch das vergiftete Wasser zu sterben so, dass die oberen der Stadt handeln mussten. In einem abenteuerlichen Plan veränderte man den Fluss so, dass er nun abwärts - also aus dem Lake Michigan in den Chicago River fließt. Einen Flusslauf um zudrehen ist eine ziemlich einmalige Sache. Nun wurde der Müll in die Städte weiter südlich gespült - allerdings besaßen die Bewohner dort im Gegensatz zu Chicago weniger Macht - dumm gelaufen!

Der Chicago River ist gesäumt von Wolkenkratzern links und rechts.

Gewohnt bescheiden (wie schon in New York) präsentiert der Immobilienmagnat Donald Trump seinen neuen Hotelturm. Es wurden extra Fenster verwendet, welche die Ruflektionen der umliegenden Gebäude aufnehmen und widerspiegeln - das sieht wirklich toll aus! Zudem wurden die Pläne für den Bau des Trump Towers in Chicago zwei mal verkleinert. Eigentlich sollte es das höchste Gebäude der Stadt werden - die Pläne wurden jedoch im September 2001 vorgelegt. Jupp, DEM September 2001. Nach der Katastrophe von New York wollte Chicago allerdings kein neues, höchstes Gebäude mehr haben - das hätte zu viel Aufmerksamkeit erregt. Daher entschied man sich den Bau etwas kleiner anzulegen. Reicht dennoch - würden wir sagen ;)

Weiter geht es...

Auf der rechten Seite erkennt man das Gebäude eines berühmten Deutschen Architekten - dessen Namen wir aber vergessen haben. Der Turm wird in Chicago liebevoll Maiskolben genannt.

Die unteren Etagen beherbergen die Parkdecks, darüber liegen Wohnungen. Indoor Fitnessstudio - check. Schwimmbad - check. Tennisplatz - check, Einkaufsmöglichkeiten - check, Restaurants - check. Das Haus müssen die Bewohner nur für den Weg zur Arbeit verlassen - sonst gibt es alles was das Herz begehrt dort drinnen. Wenn man genau hinsieht...

...erkennt man Kabel die zwischen den Gebäuden gespannt sind. Am Wochenende wird ein Hochseilkünstler mit verbundenen Augen zwischen den Gebäuden balancieren sowie hin und her laufen. Ob das klappt - erfahren wir alle aus der Zeitung :) Wir sind dann nämlich auch nicht mehr da.

Nun passieren wir das zweitgrößte Gebäude der USA. Nur das Pentagon ist größer. Es hört auf den Namen Merchandise Mart Building und passt gar nicht vollständig auf das Foto!

Unglaublich riesig - USA eben ;) Weiter geht es auf dem Fluss...

...bis zum Sears Tower bzw. seit 2009 Willis Tower - dem höchsten Gebäude Chicagos. Im Bild ist es das linke Gebäude.

Unser Speedboat fährt nun den Fluss wieder zurück. Wir passieren noch ein Gebäude mit einer besonders witzigen Geschichte - der Lake Point Tower. In Chicago gibt es ein Gesetz, welches verhindert, dass Gebäude östlich des Lake Shore Drive gebaut werden dürfen. Damit wird sichergestellt, dass der unverbaute Blick auf den See möglichst vielen Menschen erhalten bleibt. In den 80er Jahren entdeckte ein Investor jedoch ein Schlupfloch - "Strukturen jenseits des Lake Shore Drive dürfen nicht NEU gebaut werden" stand in dem Gesetz. Also kaufte der Investor eine alte Parkgarage und setzte den Lake Point Tower oben auf die Garage drauf. Die Stadt war entrüstet, jedoch war die Regelung gültig. Das Gesetz wurde kurz darauf geändert. Wahrscheinlich wird der Lake Point Tower also erstmal alleine jenseits des Lake Shore Drive stehen. Finanziell hat sich der rechtliche Spagat für den Investor mehr als gelohnt. Im Tower sind nur Appartements vorgesehen - aktueller Marktwert jedes Einzelnen liegt jenseits von 1 Mio Dollar. Zudem stellt die außergewöhnliche Form sicher, dass die eigene Wohnung stets von Nachbars Blicken sicher ist.

Nach dem Fluss ist noch eine 10 Minuten Speedboat Fahrt auf dem Lake Bestandteil der Tour. Es ist soooooooo unfassbar kalt bei dem Wind und der Geschwindigkeit - ich glaube, man sieht es uns ein wenig an! Danke Bryan fürs Foto!

Am Abend sehen wir uns noch das John Hahncock Building an. Auf der 96. Etage (der Fahrstuhl benötigt dafür nur ca. 40 Sekunden) ist ein Cocktail-Bar von der man einen wirklich unbeschreiblichen Blick auf Chicago hat.

Und damit geht unser USA Trip vorerst zu ende. Wir schreiben diese Zeilen aktuell am Flughafengate der Lufthansa. In genau einer Stunde wird unser Rückflug nach Deutschland beginnen!

Auch wenn man es kaum glauben mag - aber wir freuen uns auf Deutschland! :)

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http://usa.maknesium.com/chicago-stadt-der-wolkenkratzer/716c018d-3a3d-463e-a880-00119bbc43a7Fri, 31 Oct 2014 09:07:25 GMT
<![CDATA[Roadtrip 11 - Alcatraz]]>Nach unserer Tour durch das Napa Valley neigt sich unser Roadtrip dem Ende zu. Wir kehren aus nördlicher Richtung durch die Hausboot-Siedlung Sausalito nach San Francisco zurück. Danke Nikolai für den Tipp mit dem wahnsinnig guten Aussichtspunkt! Wir genießen hier den Sonnenuntergang über der Bay...

Bei unseren ersten beiden Besuchen in SF haben wir leider keine Besichtigung geschafft. Touren sind schon lange ausgebucht und man muss Wochen im Voraus reservieren. Diesmal werden wir jedoch die bekannte Gefängnisinsel Alcatraz besichtigen :)

Am nächsten Tag fahren wir früh morgens mit der Fähre nach Alcatraz Island.

Die Insel, auch schlicht The Rock genannt, ist Drehort unzähliger Filme. Die Insel wurde in der Zeit von den 1930er Jahren bis Mitte der 1960er als Hochsicherheitsgefängnis der vereinigten Staaten verwendet. Hier saßen die richtig schweren Jungs wie z. B. "Machine Gun" Kelly oder Al Capone. Auch bei den härtesten Gangstern war das Alcatraz Gefängnis gefürchtet. Es hieß Break the rules and you will go to prison. Break the prison rules - you will go to Alcatraz.

Wir landen nach der knapp 10 minütigen Fahrt am Dock der Insel. Wir können uns überall frei bewegen.

Ein Wachturm kann das Dock vollständig überblicken. Hier gab es 3 Schichten, so dass der Turm rund um die Uhr bewacht war.

Neue Insassen sowie alle Güter für die Insel landeten zunächst im Dock. Neuankömmlinge wurden zunächst ärztlich untersucht und dann zu den Duschen geschickt.

Der Duschbereich war vollständig offen und ... nun ja ... sagen wir mal unisex. Es gab nämlich nur männliche Insassen und daher ergab sich das Problem mit getrennten Duschen gar nicht. Geduscht wurde indes genau 2 mal die Woche.

Auffällig ist: Es gibt nur ein Wasserrohr. Wie die Temperaturregulierung erfolgte erfahren wir leider nicht. Wahrscheinlich nach dem Motto: one temperature fits all.....

Nach dem Duschen, welches übrigens in Handschellen durchgeführt wurde, konnte der Neuankömmling seine geräumige und luxuriös ausgestattete Zelle beziehen. Ein Bett, eine Toilette, ein Klapptisch und zwei Regalbretter. Das wars!

Allerdings war man nicht alleine, sondern befand sich in bester Gesellschaft!

336 Zellen auf drei Etagen in mehreren Gängen mit Straßennahmen wie CD-Street (der Gang zwischen den Zellblöcken C und D), Broadway, Cutoff oder Time Square umfasste das Zellen-Haus.

Diese Bilder allerdings stammen von den normalen Zellen. Hielt man sich nicht an die Gefängnisregeln oder befolgte die Anweisungen nicht, gab es einen Spezialbereich - den Zellenblock D...

Hier waren die Zellen noch kleiner und - in völliger Dunkelheit gelegen. Bei der Audioführung erfahren wir, dass manche Gefangene bis zu 2 Wochen in völliger Dunkelheit gefügig gemacht wurden. Einige standen durch die Isolationshaft kurz davor den Verstand zu verlieren. Drinnen ist der Platz wirklich winzig - und die Außentür ist im Bild noch offen! Dem Gegangenen stand lediglich der innere, vergitterte Bereich zur Verfügung. Das ist schon hart!

Aber es gab auch echte Lichtblicke im Gefängnis. Das Foto zeigt die begehrteste Stelle im Gefängnis. Abends scheint hier leicht die Sonne durch das Fenster. An Neujahr, wenn der Wind günstig aus Richtung San Francisco Marina herüberwehte, konnte man zudem die Menschen draußen feiern hören.

Das berichten die Gefangenen übereinstimmend: Das grausame an Alcatraz ist die Tatsache, dass da draußen die Bucht von San Francisco liegt und man jeden Tag daran erinnert wird, was man im Gefängnis verpasst. Die lebhafte Stadt ist nur eine Meile entfernt und stets gut sichtbar für die Insassen.

Der Höhepunkt für die Insassen waren ein paar Leibesübungen im Gefängnisgarten oder gelegentliches Kartenspielen dort.

Für über 60 Familien (Wärter, Arbeiter) war die Insel zudem ein Zuhause. Viele Kinder wuchsen auf der Insel auf. Morgens wurden sie mit der Fähre nach San Francisco zur Schule gefahren und abends wieder zurück. Ein ursprünglich für Militärparaden eingeebneter Platz diente als Spielplatz für Radfahren, Fangen, Baseball, Basketball usw. für die Kinder. Der Platz ist heute noch erhalten, wenngleich die Gebäude mittlerweile abgerissen wurden.

Die Familien lebten also dicht an dicht mit den schwersten Verbrechern der USA. Auch im mutmaßlich sichersten Gefängnis der Welt gab es Ausbruchsversuche. Die meisten Flüchtlinge ertranken in dem eiskalten Wasser der Bucht oder wurden schon vorher wieder gefasst. Bei einem Aufstand von Gefangenen, bei dem 2 Wärter sogar getötet wurden, gelang es den Insassen nicht, von der Insel zu fliehen. Nur von drei Personen, deren Ausbruch scheinbar erfolgreich war, fehlt bis heute jede Spur - ihre Leichen wurden jedenfalls nie gefunden.

Über einen Zeitraum von mehreren Monaten schafften sie es, Löffel aus dem Speiseaal des Gefängnisses zu entwenden. Sie brachen von den Löffeln die Spitze ab und hatten so einen kleinen, scharfen Gegenstand. Mit diesem fingen sie an den Beton an den Lüftungsgittern in den Zellen abzuscharben. Über Monate, wenn nicht Jahre hinweg.

Schließlich konnten Sie eines Tages das Lüftungsgitter entfernen und über dahinter liegende Rohre auf das Dach des Zellen-Hauses klettern.

Diese drei Insassen wurden nie wieder gesehen - bis heute ist ihr Verbleib nicht geklärt. Allerdings wären die drei Männer heute um die 80 Jahre alt.

Nach ein paar weiteren, großartigen Tagen in San Francisco (danke Nikolai!!!) setzten wir unsere Reise nun in Richtung Chicago fort. Der Abflug bei Nacht vom Flughafen in San Francisco wird noch einige Zeit in Erinnerung bleiben...

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-11-alcatraz/5badd0d8-4dc2-4dbc-9376-3f168b35469fThu, 30 Oct 2014 23:11:05 GMT
<![CDATA[Roadtrip 10 - Napa Valley]]>Nachdem wir die Bergwelt von Yosemite verlassen haben werden die Temperaturen direkt freundlicher. Nach einem halben Tag Fahrt durch die eher ländlichen Regionen Kaliforniens erreichen wir das Napa Valley.

Das ist DIE Weinregion Kaliforniens. Das Valley verfügt über zig Weingebiete. Im nördlichen Bereich werden die handverlesenen Weine angebaut, in ausgewählten Holzfässern zu bester Reife gebracht und anschließend abgefüllt. Sie machen jedoch nur 4% der jährlichen Menge aus. Im Südteil werden die restlichen 96% maschinell in Edelstahlanlagen produziert. Die Führungen auf den Weingütern für Touristen werden im Nordteil durchgeführt - man sieht also die Herstellung des Besten vom Besten.

Unsere erste Weinprobe führt und auf das Gelände von Sterling in der Stadt Calistoga. Ein wohlhabender Brite kaufte das Land und baute es zum Weinstock aus. Die Einfahrt ist schonmal - typisch amerikanisch - "repräsentativ"...

Und, hey! Nach so einem pompösen Aufschlag kann man nicht einfach in den Weinstock geführt werden. Daher gibt es eine Seilbahn durch das Areal! Britisches Understatement eben. Wir fragen uns bei derlei Ausbau allerdings ob mehr Geld mit Wein oder der Führung für Touristen verdient wird.... ;)

Nach einigen Metern halten wir dann auch endlich den ersten Wein in den Händen :)

Gut dass wir dieses Weingut zu Fuß erreichen können - unser Campingplatz liegt etwa 4 Kilometer entfernt. Wir werden mit allen möglichen Prozesses der Weinherstellung vertraut gemacht und dürfen insgesamt 5 Weine kosten. Von zuckersüß bis rustikal ist alles dabei.

Am nächsten Tag machen wir uns auf zu einer weiteren Führung auf das Weingut von Robert Mondavi.

Der Sohn wohlhabender Eltern studierte in Frankreich die Kunst der Weinherstellung und anschließend an der Universität Berkeley Business Administration um sein eigenes Weingut aufbauen und vermarkten zu können. Nach seiner Ausbildung führte ein Familienstreit schließlich dazu, dass er ohne jegliche finanzielle Mittel da stand. Er brachte die nächsten 10 Jahre damit zu, den idealen Platz für sein Weingut zu ermitteln und Investoren von seinem Vorhaben zu überzeugen. Schließlich kaufte er 1966 bei St. Helena ein Grundstück mit über 400 Hektar auf dem viele Jahre zuvor schon Wein angebaut wurde - für $1000 pro Hektar.

Die geduldige Recherche sowie der langsame Aufbau des Weingutes haben sich gelohnt. Die Qualität des Weines konnte nach und nach gesteigert werden. Robert Mondavi ist heute in der Welt bekannt. Ein Hektar des Geländes hat heute einen Wert von $ 1 Mio Dollar. Alle Achtung, Herr Mondavi! Da ist das Berkeley Studium ja schon wieder drin. Gut gemacht! :)

Der Rebstock wird im trockenen Klima Kaliforniens richtig gefordert - daher gelingen hier die Weine so gut! Die Trauben verschiedener Weine stehen aktuell kurz vor der Lese.

Die Weine werden zunächst in riesigen Fässern gelagert, welche vor Ort von französischen Spezialisten nach alten Regeln der Weinherstellung gefertigt werden.

Nach einigen Wochen wird der Wein dann in kleinere 225 Liter Fässer umgefüllt. Davon haben die Mondavis einige im Keller...

...ja noch ein paar mehr...

...nein, wir meinen RICHTIG viele mehr!

Jedes Fass wird übrigens aufwendig von einem Küpferer auf dem Hof hergestellt. Ein Fass hat einen Wert von $1400 und wird nach 3 Jahren Nutzung an andere Weingüter, welche keine eigenen Fässer herstellen können, verkauft.

Weiter unten im Keller befindet sich die Abfüllanlage - hier ist aus hygienischen Gründen alles hochautomatisiert.

Nach der Führung dürfen wir einige Weine probieren. Zudem haben wir das Glück, dass in unserer Gruppe einige wirklich nette Amerikaner sind. Sie fragen uns nach unseren Meinungen zu allen möglichen Dingen in den USA. Viele waren selbst schonmal in Deutschland oder haben Deutsche Freunde. Wir hätten noch Stunden in dem Weinprobe-Raum zubringen können, jedoch müssen wir Platz machen für die nächste Gruppe. :)

Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Julia! Sie ist eine waschechte Amerikanerin aus dem Silicon Valley. Sie hat uns extrem viele Tipps und Tricks sowie die besten Weingüter und Führungen im Napa Valley verraten. Auch unseren Campingplatz haben wir mit ihrer Hilfe genau im Zentrum der Weinberge aussuchen können.

Liebe Julia, vielen lieben Dank für die Tipps, das leckere Abendessen und die bequemen Betten! Wir hatten einen wunderschönen Abend und das Essen war einfach köstlich! :)

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-10-napa-valley/a6ac048e-93db-4cc3-8113-5d06b68122e7Thu, 30 Oct 2014 05:46:25 GMT
<![CDATA[Roadtrip 9 - Yosemite Nationalpark]]>Im Death Valley sowie in Rhyolite war es heiß! Unsere nächste Station ist der weltberühmte Yosemite Nationalpark. Er liegt knapp 300 Kilometer östlich von San Francisco. Dort ist es kalt. Verdammt kalt! Wir wechseln von Sonnen-Cap zu Mütze, von Flip-Flops auf Wanderschuhe und von T-Shirt auf Jacke...

Auch die Tierwelt ändert sich. Statt der Taranteln, Schwarzer Witwen und Klapperschlangen gibt es im Yosemite Nationalpark unter anderem Amerikanische Schwarzbären. Entdecken oder riechen sie Lebensmittel in einem geparkten Auto (ihr Geruchssinn ist 7 mal feiner als der eines Hundes!), biegen sie mit der Pfote kurzerhand die Autotüre herunter, klettern in das Fahrzeug, graben sich durch die Rückbank zum Kofferraum durch und verschwinden nach dem Verzehr aller Lebensmittel wieder. Im Laufe dieses Prozesses verwandeln die, bis zu 400kg schweren Bären, ein Fahrzeug allerdings in ein vollständiges Wrack... Ergo, Essen sollte also nicht im Auto gelagert werden, dann kommen die Bären auch nicht. Gut - halten wir uns da mal dran!

Wir werden zunächst von einem wesentlich freundlicheren Tier begrüßt....

Wir fahren über den Pass im Osten hinein in den Nationalpark. Es geht kilometerlang steil bergauf - der Motor quält sich den Pass hinauf. Der Spritverbrauch liegt jenseits der 40 Liter auf 100km... Dafür wird man mit wunderschönen Aussichten belohnt - bei uns kommt das "Alpengefühl" auf ;)

Wir machen beim Olmsted Point kurz Halt um die Umgebung auf uns wirken zu lassen. Es ist einfach unglaublich - gestern noch die Sanddünen im Death Valley und nun das:

Ein gutes Stück weiter Richtung Yosemite Valley - das ist die kleine Siedlung im Tal der Berge, stoppen wir kurz. Hier ist das Yosemite Tal sehr gut zu erkennen.

Wie kommt so ein Tal zustande? Das Tal formte sich in Millionen von Jahren durch den Wechsel zwischen Eiszeiten und wärmeren Episoden heraus. Während der Eiszeit ist das zunächst kleine Tal vollständig mit festem Eis bedeckt. Wenn es wieder wärmer wird, gräbt sich das Schmelzwasser tief ins Gestein. Durch mehrere Wiederholungen dieses Prozesses formte sich schließlich das heutige Tal.

Vom Tal aus hat man einen sehr schönen Blick auf die umliegenden Berge - etwa dem berühmten 2300 hohen Granitfelsen "El Capitan", welcher auch schlicht "The Nose" genannt wird. An der Steilwand sieht man viele Kletterer die scheinbar den absoluten Kick suchen ;)

Im Tal kommt man sich wie ein Zwerg vor. Umgeben von Riesen.

Wir fahren nun mit dem Wohnmobil aus dem Tal heraus auf die südliche Bergkette. Hier soll es die schönsten Aussichtspunkte geben. Und tatsächlich kommen wir aus dem Staunen kaum mehr heraus!

Zunächst wandern wir zu einer Stelle namens Taft Point. Der Weg führt eine Meile vom Parkplatz durch einen dichten Wald.

Wir nähern uns der Klippe! Tiefe Spalten im Gestein geben den Blick hunderte Meter nach unten frei.

Nach einigen weiteren Minuten erreichen wir den Taft Point - und was für einen Ausblick man erhält - der absolute Wahnsinn!

Woher hat "The Nose" wohl den Spitznamen?

Und das Tal wirkt wie gemalt...

Wow, okay! Wir fahren noch weiter die Berge hinauf bis zum Glacier Point - hier soll es auch eine fantastische Aussicht geben. Wir sind gespannt!

Seht selbst:

Rechts im Bild befindet sich der höchste Punkt des Parks Half Dome.

Auch hier sind wieder einige Adrenalinjunkies am Werk :)

Nach 2 Tagen im Yosemite Nationalpark fahren wir weiter in Richtung San Francisco. Allerdings werden wir vorher noch die Weinregion Kaliforniens besuchen: Das Napa Valley.

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-9-yosemite-nationalpark/285dabe6-ba29-4f65-aba4-9498013c9ec4Thu, 30 Oct 2014 05:46:15 GMT
<![CDATA[Roadtrip 8 - Geisterstadt Rhyolite]]>Nur eine Stunde vom Death Valley entfernt liegt die 1904 gegründete Stadt Rhyolite.

Durch neu gegründete Minen in den nahe liegenden Bergen zog die Junge Stadt binnen kurzer Zeit viele Siedler an und erhielt sogar einen Eisenbahn-Anschluss. Zwischen 1907 und 1908 hatte die Stadt eine Population von 3500 - 5000 Einwohnern. Zudem verfügte sie über fließendes Wasser, Stromleitungen, elektrisches Licht, Telefone, Zeitungen, ein Krankenhaus, eine Schule, ein Opernhaus und sogar eine eigene Wertpapier-Börse. Als die Bodenschätze (Eisenerz) erschöpft waren, verschwand die Stadt fast so schnell wie sie aufgebaut wurde. 1920 verließen die letzten Siedler die Stadt.

Das Bild zeigt die Cook Bank! Eines der modernsten Gebäude der Stadt. Es hatte ursprünglich drei Stockwerke und hätte nach heutigen Maßstäben einen Baupreis von $24 Mio Dollar.

Ein Saloon durfte zudem damals natürlich in keiner Stadt fehlen...

Gegenüber befand sich damals der Eisenbahn-Anschluss. Ein Wagon wurde einfach seinem Schicksal überlassen...

In der Stadt stand auch ein "General Store" - er wurde allerdings einige Wochen vor unserem Besuch vom Blitz getroffen und brannte vollständig nieder! Wir sehen also nur noch die Ruinen.

Witzig auch: Ein Bewohner baute sein Haus (eines der wenigen welches noch erhalten ist) nahezu vollständig aus alten Flaschen der Bergbauarbeiter. Eine nahezu visionäre Idee :)

Es ist sehr ruhig in der Stadt, man hört nur den Wind. Da wir ganz alleine sind, erleben wir ein echtes Geisterstadt-Gefühl.

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-8-geisterstadt-rhyolite/b20917d6-10eb-40d0-b078-c3220ed04864Mon, 27 Oct 2014 20:57:19 GMT
<![CDATA[Roadtrip 7 - Death Valley Nationalpark]]>Nach dem Nationalpark mit dem bedrohlichen Namen Valley of Fire geht es weiter in den Death Valley Nationalpark. Bisher sind wir fast ausschließlich nach Osten gefahren. Death Valley liegt jedoch wieder in Kalifornien und stellt daher einen kleinen Wendepunkt dar - ewig wird unsere Reise nicht mehr dauern.

Nach einem halben Tag erreichen wir den Park durch den Ost-Eingang. Unser erster Stopp, der Zabriskie Point bietet bereits eine wirklich tolle Aussicht.

Die zerklüfteten Felsen haben sich über die Jahrmillionen aufgrund tektonischer Aktivitäten der Kontinentalplatten gebildet.

Im Death Valley ist es heiß! So heiß, dass frühe Siedler, welche auf dem Weg in das damals an Gold reiche Kalifornien waren, gelegentlich verdursteten - daher auch der Name. Selbst heute sterben unvorbereitete Wanderer regelmäßig in der Region. Am späten Nachmittag messen wir über 38° Grad. Das Schild in der Tourist Information flößt zudem Respekt ein. Schön, dass die mit Filzstift auf Folie geschriebene Zahl sich so einfach aktualisieren lässt....

Während die zwei Bergketten jeweils eine Erhebung von mehreren Kilometern haben, liegt das Tal zwischen ihnen bis zu 85 Metern unter dem Meeresspiegel. Jawohl: Wäre das Tal mit dem Meer verbunden, würde es voll laufen.

Das Regenwasser wäscht aus dem Gestein das Salz, welches sich dann im heißen Tal sammelt. Das Wasser verdunstet nach und nach und zurück bleibt eine salzige Kruste, welche den Boden überzieht. Weil Esel der ersten Siedler aus den kleinen Wasserpfützen nicht trinken wollten - eben weil diese extrem salzig waren - nannten sie die Stelle Badwater.

Auch hier ist Vorsicht angebracht.....

Auf der Straße in Richtung Camp gibt es noch eine besonders schöne (und leider auch sehr schmale) Straße. Der Wind ist an dieser Stelle so stark, dass man sich fast dagegen lehnen könnte.

Als wir das Camp erreichen, ist die Sonne schon untergegangen. Es folgt die heißeste Nacht im Wohnmobil.... Selbst ohne Decke und bei völliger Dunkelheit ist die Hitze noch vorhanden.

Am nächsten Morgen starten wir zu einem weiteren Highlight im Death Valley: den Sand Dunes

Mitten in dem unwirklichen Gelände haben sich Dünen gebildet, welche sogar, aufgrund des starken Windes, wandern können. Auf den Dünen ist es ganz ruhig - diese Gegend hat etwas magisches.

Unweit des Death Valley liegt unsere nächste Station - eine echte Geisterstadt....

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-7-death-valley-nationalpark/460a0283-ae59-4927-aaf6-53df418713bfMon, 27 Oct 2014 20:56:09 GMT
<![CDATA[Roadtrip 6 - Valley of Fire Nationalpark]]>Nach der Megacity Las Vegas entscheiden wir uns für den Besuch des Valley of Fire Nationalparks. Der Park befindet sich drei gute Autostunden von Las Vegas in östlicher Richtung entfernt.

Die Felsformationen sind über Jahrmillionen von sandigen Winden in die Formen geschliffen worden.

Menschen sind bereits vor einigen hundert Jahren im Bereich des Nationalparks aktiv gewesen. Piktoglyphen von den "Native Americans" sind hier allgegenwärtig.

Gerade bei Sonnenuntergang wird klar, woher der Park seinen Namen hat.

Wir unternehmen den Fire Wave Walk kurz vor Sonnenuntergang. Anbei möchten wir euch einfach an den Eindrücken des Walks teilhaben lassen. Die Linien im Fels stammen von unterschiedlichen Gesteinsarten aus unterschiedlichen Erdzeitaltern. Sieht das nicht eindrucksvoll aus?

Einige Felsen haben sogar Namen bekommen, wie z.B. der "Bienenkorb" / "Beehive"

Der Park wird immer wieder für die Videoproduktion von Kinofilmen verwendet und kam in einigen Streifen bereits vor u.a. "Electric Horseman" und "Star Trek Generations". Wenn wir uns diese verrückte Landschaft ansehen, kommt uns das Erscheinungsbild seltsam vertraut vor. Auch wir würden vermutlich Filme auf fremden Planeten hier im Valley of Fire produzieren lassen.

Einen letzten Kommentar möchten wir noch zu den wilden Tieren in Nationalparks loswerden: Es gibt Mäuse, Ratten, Vögel - okay kein Problem. Klapperschlangen - aha obacht also und schauen wo man hintritt. UND Taranteln - uaaaaah. Vielleicht sind diese ja klein - NEIN! Oder man sieht sie nirgends und sie stehen nur der Vollständigkeit auf dem Schild - NEIN!

Wir können ja mit so ziemlich allem umgehen aber an Taranteln, welche früh morgens gerne schnell über den warmen Asphalt laufen, müssen wir uns wirklich (!!) wirklich!!! gewöhnen. Diese Taranteln sind für Menschen ungefährlich, verkriechen sich sofort und selbst wenn man die Tiere in einer Ecke festsetzen würde, ist ihr Biss verhältnismäßig ungefährlich. DAS werden wir aber nicht ausprobieren ;)

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-5-valley-of-fire/59dfc0f6-da9a-4b39-b8b6-1ca6803bbba2Wed, 22 Oct 2014 17:19:35 GMT
<![CDATA[Roadtrip 5 - Las Vegas]]>Am nächsten morgen starten wir früh nach Las Vegas - jener 1,3 Millionen Einwohner Stadt mitten in der Wüste. Im Jahr 2012 kamen knapp 40 Millionen Touristen (!!) aus aller Welt in die Hotels und Casinos. Der Umsatz durch Glücksspiel lag im selben Jahr bei über 17 Milliarden Dollar! Rein rechnerisch verspielt ein Tourist ca. $500 in Las Vegas. Die Casinos querfinanzieren die relativ günstigen Hotelzimmer - es stehen ca. 150 000 zur Verfügung. In jeder Dimension scheint Las Vegas eine eigene Messlatte anzulegen... ja diese sogar selbst erfinden zu müssen.

Wir nähern uns von Süden her - die Metropole ist in der Wüstenlandschaft von Weitem sichtbar. Wir nehmen euch mit in die Stadt!

Wir erreichen Vegas am morgen - hier ist noch nicht viel los und der Verkehr hält sich noch in Grenzen. Die Leuchtreklamen sind auch noch nicht aktiv. Wir möchten euch gerne die, für Glücksritter wohl bekannteste Straße, der Welt zeigen. Den Las Vegas Boulevard...

...der ebenfalls unter dem Namen Las Vegas Strip bekannt ist. Diese eine Straße beginnt weit im Süden der Stadt, ist gesäumt von luxuriösesten Hotelcasinos und mündet schließlich in die Altstadt von Las Vegas, Downtown genannt.

Am südlichsten Zipfel steht das wohl meist fotografierte Schild der Welt!

Interessanter Fakt: Das Schild wird so häufig fotografiert, dass mitten auf der Straße ein eigener Parkplatz (inkl. Bus-Slots!!) angelegt wurde! So können die Menschen ungefährdet aussteigen und ihr Foto mit dem Schild machen. Als wir dort ankommen, ist der komplette Parkplatz voll und dutzende Menschen stehen Schlange für Ihr Foto.... OK - hier gibts dann kein Selfie von uns ;)

Eines der ersten Luxushotels von Süden her ist das Luxor - ein Themenhotelcasino welches das alte Ägypten verkörpern soll. Überall befinden sich Hieroglyphen und eine riesige Sphinx bewacht den Eingang.

Die riesige Pyramide sollte eigentlich goldene Fenster haben! Allerdings hatte die amerikanische Flugsicherung bedenken denn direkt auf der anderen Straßenseite befindet sich der internationale Flughafen von Las Vegas - man einigte sich also auf "schwarz".

Weniger riesig ist allerdings die Tiefgarage... hier passen wir mit unserem Wohnmobil einfach nicht rein! Als wir rückwärts aus der Einfahrt wieder heraus wollen, müssen alle nachkommenden Autos ebenfalls ein Stück zurück setzen. Innerhalb von 2 Minuten haben wir ca. 25 neue Freunde gewonnen - NICHT!!!! :)

Generell ist das Fahren des Ungetüms in Vegas ziemlich lästig. Schließlich finden wir auf dem Außenparkplatz des Nachbarhotels einen Platz auf dem wir den ganzen Tag parken können. Weiter geht es also zu Fuß!

Im Luxor geht es pompös weiter. Die Pyramide bietet einen riesigen Innenraum...

...welcher u.a. mit einem Obelisken und zahlreichen weiteren ägyptischen Artefakten gefüllt ist.

Wir schauen uns die Titanic Ausstellung mit echten, geborgenen Wrackteilen und Habseligkeiten der Passagiere sowie künstlichem Eisberg an. Man muss sich nochmal vergegenwärtigen, dass sich all das innerhalb der Luxor-Pyramide befindet! Ja, auch der Eisberg! Bei über 40 Grad Außentemperatur, mitten in der Wüste! Allerdings sind hier keine Fotos erlaubt.

Ein Stück weiter hoch auf dem Strip steht das Motto-Hotelcasino New York, New York. Die Hotelgebäude sehen aus wie die Skyline von Manhattan, eine eigene Achterbahn erinnert an den Vergnügungspark Coney Island (vielleicht erinnert ihr euch noch an den Park aus einem der ersten New York Blogposts), vor dem Hotel steht eine Nachbildung der Brooklyn Bridge und weil das alles noch nicht genug ist (!!) steht an der Straßenecke eine, zugegebenermaßen, verkleinerte Version der Freiheitsstatue! Der Hotel-Komplex ist riesig und bietet über 4000 Zimmer. Es ist somit das größte Hotel, was wir je gesehen haben...

...jedenfalls für 3 Sekunden! Auf der anderen Straßenseite steht das MGM Grand - über 5000 Zimmer bietet dieses Hotelcasino. Die aktuelle Abendshow ist David Copperfield. Zusammen mit 2 weiteren Hotels ist dies die Straßenecke mit den meisten Hotelzimmern der Welt! Bei einer Auslastung von über 90% an Wochenende wohlgemerkt!

Weiter den Strip hoch befinden sich weitere Mega-Hotelcasinos mit ähnlichen Dimensionen wie z.B. das Aria

das Cosmopolitan

und unzählige Shops teurer Luxusgüterhersteller.

Besondere Erwähnung finden soll das Hotel Paris - eben weil es für uns Europäer wieder so protzig anmutet. Draussen befindet sich eine Nachbildung der Montgolfiere

neben einer vollständig detailgetreuen (jedoch verkleinerten) Replike des Eifelturmes (inkl. Fahrstuhl in die oberste Etage!)

und eigenem Arc de Triomphe!

Wenn das mal kein Understatement ist ;) Frankreich ist also vertreten... das lassen sich die alten Römer nicht zweimal sagen.

Caesars Palace ist ein weiteres Mega-Hotelcasino. Weil die Sonne draußen langsam so richtig brennt, beschließen wir einfach mal rein zu gehen...

...und müssen schon über den Brunnen in der Eingangshalle staunen. Ebenso ist die verspielte, mit Wasserspielen gespickte und adrett gepflegte Gartenanlage ziemlich imposant.

Weil das aber auch noch nicht reicht steht dahinter noch.... (Trommelwirbel)... das eigene Kolosseum mit über 4000 Sitzplätzen!

Hier werden die Shows dem Publikum bei gutem Wetter präsentiert - ungefähr so wie vor 2000 Jahren.

Weiter geht es! Ein Stück weiter befindet sich das Hotel Bellagio, welches nun wirklich in jeder Las Vegas Reportage der jüngeren Vergangenheit vorkommen dürfte,

weil die großen Wasserspiele im künstlichen See vor dem Hotelkomplex weltbekannt sind. Diese starten erst Abends.

Ein Blick vom Balkon garantiert jedoch beste Sicht auf das Spektakel.

So langsam haben wir alles ausgeflippte gesehen, oder? Weit gefehlt! Venedig ist für uns Europäer nicht ganz so weit weg wie für die Amerikaner. Um das erhabene Gefühl, welches sich unweigerlich beim Überschreiten der Rialto-Brücke in Venedig einstellt, auch für die Besucher von Las Vegas erfahrbar zu machen, wurde - Ihr ahnt es schon - diese kurzerhand nachgebaut.

Das Hotelcasino Venetian ist ganz im venedischen Stil gehalten, inkl. Vorplatz...

...Bogengängen...

...und natürlich: Man kann sich auch per echter venedischer Gondel durch den Hotelkomplex fahren lassen. Das ist zweifelsohne, sehr beeindruckend :)

Las Vegas bietet darüber hinaus noch simulierte Vulkanausbrüche im Halbstundentakt am Mirage Hotel,

lässt beim Hotel Treasure Island jeden Abend ein Piratenschiff (mit ausschließlich leicht bekleideten, weiblichen Piratinnen) untergehen sowie unzählige, hochkarätige Shows. Bei Nacht erwachen zudem die ganzen Leuchtreklamen und tauchen Vegas nochmal in ein völlig anderes Licht. Leider könnten wir das nicht so schön für euch einfangen, weil wir 1) schon wieder mit dem Wohnmobil unterwegs sind 2) die Kamera bei Nacht aus dem fahrenden Auto heraus keine guten Bilder macht. Ein paar Schnappschüsse für einen Eindruck sind dennoch herausgekommen:

Uns hat Las Vegas einfach Spaß gemacht - die Stadt ist so ganz anders. Unvernünftig, verschwenderisch, größenwahnsinnig, widersprüchlich, verrückt und genau dadurch interessant, zauberhaft und einmalig. Wir möchten die Stadt irgendwann nochmal bereisen und dann aber in einem der Hotelcasinos übernachten und auf das eigene Auto verzichten. Das ist nämlich - im Unterschied zu fast allen anderen U.S. Städten - in Las Vegas eher hinderlich als nützlich.

Mit einem besonderen Leckerbissen möchten wir diesen Blogpost beenden. Am Ende des Strip gibt es das Fast Food Restaurant Heart Attack Grill. Der Name ist Programm: Alle Gäste mit über 175 Kilogramm Körpergewicht essen kostenlos! :)

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-5-las-vegas/a8c56b0c-b247-4f71-87a8-a0c6de9e45f5Wed, 22 Oct 2014 17:19:20 GMT
<![CDATA[Roadtrip 4 - Grand Canyon und Hoover Dam]]>Nach dem ruhigen Joshua Tree Nationalpark machen wir uns auf den weiten Weg zum Grand Canyon in Arizona. Die Fahrt dahin nimmt bei bequemem 60 Meilen-pro-Stunde Reisetempo (ca. 100 km/h) über 6 Stunden in Anspruch. Zugegebenermaßen ist sie aber sehr malerisch und lässt den Blick häufig über die Weiten des Landes stchweifen...

Wird die 60 Meilen-pro-Stunde Marke überschritten, verliert der V8 (Schiffs-?!)Motor alle Hemmungen und der Verbrauch schnellt auf über 30 Liter pro 100 Kilometer empor. Wahnsinn! Die Amis nehmens mit Humor ;)

Wir halten ca. 40 Meilen vor dem Grand Canyon für eine Übernachtung an. Verdammt ist das kalt!! Es folgt die kälteste Nacht überhaupt im Wohnmobil 2°C!

Am nächsten Tag geht es früh los und nach einer guten Stunde stehen wir an der Kante des größten Canyon der Welt!

Die Bilder können natürlich nicht die Dimensionen und Größe wiederspiegeln, sie vermitteln aber immerhin einen ganz guten ersten Eindruck wie tieeeeeef es da runter geht!

Es gibt sogar einen kleinen Geschenkeladen, welcher DIREKT auf der Klippe steht. Hier darf man keine Höhenangst beim shoppen haben.

Alles in Allem ist der Grand Canyon imposant - allerdings extrem touristisch und perfekt erschlossen. Wir kommen uns häufig etwas seltsam vor als wir mit unseren Wanderschuhen über den Asphalt, welcher jeden Winkel perfekt zugänglich macht, laufen. Auch verkehren oben am Canyon 3 Buslinien, welche verschiedene Aussichtspunkte ansteuern. Touristenläden, Restaurants (sogar ein McDonals direkt am Canyon), 2 Campingplätze und riesige Parkplatzareale (welche um 12 Uhr mittags vollständig belegt sind) runden das Angebot ab. Klar, der Grand Canyon zieht Besucher aus aller Welt an. Wir sind dennoch etwas vom Besucherandrang (...und das in der Nebensaison...) überrascht. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir zuvor im Joshua Tree Nationalpark nur sehr wenige Menschen getroffen haben.

Nach einer weiteren Nacht vor dem Canyon entschließen wir uns das nächste Ziel anzusteuern - fabulous Las Vegas.

Vor Las Vegas jedoch, machen wir einen kleinen Abstecher zum Hoover Dam - ebenfalls ein recht bekanntes Touristenziel.

Der seinerzeit größte Staudamm der Welt, welcher zeitweise bis zu 5000 Arbeiter beschäftigte, staut den Colorado River zum Lake Mead auf, welcher unter anderem für die Stadt Las Vegas überlebensnotwendig ist. Der Fluss bildet gleichzeitig die Grenze zwischen Arizona und Nevada.

Am Fuße des Staudamms auf der Rückseite befinden sich die Turbinen um den extrem hohen Energiebedarf von Las Vegas überhaupt bewältigen zu können.

Vorne im Bild sieht man den "Überlauf". Er ist nachfolgend im Detail dargestellt.

Würde das Wasser über die Grenze treten, läuft es durch eine weitere Turbine direkt um den Staudamm herum. Dies ist jedoch schon länger nicht mehr vorgekommen. Im Wüstenstaat Nevada herrscht seit einigen Jahren eine anhaltende Dürre. Der Wasserverbrauch von 1200 Liter pro Einwohner (!!) in Las Vegas führt dazu, dass der Lake Mead seit einigen Jahren immer mehr Wasser verliert. Dies lässt sich recht eindrucksvoll anhand der Wasserlinie beobachten...

Bevor es allerdings nach Las Vegas geht, beschließen wir noch eine Nacht am wirklich schönen Lake Mead zu campen.

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-4-grand-canyon-und-hoover-dam/96d79657-17d5-48cb-9e76-3a931f7d5365Mon, 20 Oct 2014 23:17:06 GMT
<![CDATA[Roadtrip 3 - San Diego und Joshua Tree Nationalpark]]>Auf geht's weiter in den Süden - zu America's finest city - San Diego. Ebenfalls eine Metropole mit über 1 Mio Einwohnern, diese Stadt liegt direkt an der Grenze zu Mexiko.

Auf dem Weg dorthin halten wir noch in der Kleinstadt San Clemente für eine Nacht um die Wäsche zu waschen ;)

Wir erreichen San Diego am Abend. Unser Campingplatz liegt auf der kleinen Halbinsel, welche über eine laaaaange Brücke über den gesamten Hafenbereich erreicht werden kann. Wirklich eindrucksvoll!

Genau wie der Sonnenuntergang auf der Halbinsel...

...und die Mondfinsternis! Diese ist nur von Teilen Amerikas aus zu sehen weil dort zur Zeit der Finsternis 2:30 morgens ist. Außerdem ist in der Nacht Vollmond. Entgegen aller Vernunft sind wir aufgestanden, um das ca. 1 Stunde lange Ereignis zu beobachten.

Am nächsten Tag starten wir in San Diego Downton - dem Gaslamp Quarter. In der Tat! Die Stadt macht einen extrem aufgeräumten und hübschen Eindruck.

Im Hafen liegt zudem seit einigen Jahren der stillgelegte Flugzeugträger USS Midway vor Anker. Dieses riesige Ungetüm wurde nach dem 2. Weltkrieg fertig gestellt und dient heute als Museum. Die Schilder triefen vor Pathos und Amerika Fahnen, Heldentum und Veteranengeschichten nur so.... ;)

...sogar ein sehr berühmtes Foto, welches eine spontane Reaktion von 2 Bürgern in New York, die vom Kriegsende des 2. Weltkrieges erfahren haben, abbildet ist überlebensgroß dargestellt.

Wir schlendern noch etwas durch den Hafen und lassen uns treiben als wir von 2 chinesischen Touristen, welche kaum Englisch sprechen, angespochen werden wie denn die Parkuhren funktionieren. Vergeblich versuchen die beiden mit Kreditkarte zu zahlen, leider nehmen die Parkuhren -entgegen dem amerikanischen 'Usus'- nur Cash. Nachdem wir den beiden also mit Händen und Füßen erklärt haben wie die Parkuhr funktioniert, fällt uns siedend heiß ein, dass wir ja selber gar kein Geld in unsere Parkuhr geworfen haben. Ups! Vor lauter Begeisterung über San Diego haben wir das völlig vergessen!
Bei brütender Hitze erreichen wir nach einem echten Latscher die Parkuhr und stellen erleichtert fest, dass es bisher keiner Politesse aufgefallen ist. Nochmal Glück gehabt! :)

Wir kaufen ein um uns auf den Weg in den ersten Nationalpark - den Joshua Tree Nationalpark zu machen. Wie häufig schon, werden wir beim Einkauf schnell als Deutsche enttarnt ("Puma-Schuhe! Mietwagen! - Kommt ihr aus Deutschland?!") und lernen Peter kennen, der vor 18 Jahren aus Osnabrück in die USA ausgewandert ist. Erst lebte er in Chicago, nach einigen Jahren zog er dann nach San Diego und liebt das Leben zwischen normaler Arbeit und Strand mit seiner Familie. Cooler Typ :)

Nach ein paar Stunden erreichen wir den Nationalpark. Mormonen haben die seltsam anmutenden Bäume an den Propheten Joshua erinnert - daher der Name Joshua Tree. Die Bäume haben wirklich ein einzigartiges Erscheinungsbild...

und sie stehen dort zu tausenden.

In ihrem inneren bestehen sie aus einer Schwamm-ähnlichen Substanz, welche Wasser speichern kann. Nur so ist es Ihnen möglich in der kargen Wüstenlandschaft des Nationalparks zu überleben.

Wir entscheiden uns für den Campingplatz Jumbo Rocks mit seiner faszinierenden Felslandschaft.

Und wieder einmal erleben wir einen faszinierenden Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag, machen wir mehrere Walks im Park. Wir nehmen euch mit auf einen besonders schönen zu einer alten Goldmine, welche von 1930 bis 1966 in Betrieb war. Der Besitzer der Mine ließ andere Goldgräber das Schürfgut in dieser Mühle verarbeiten.

Wir machen uns also auf den Weg durch die Wüstenlandschaft. Die markanten Felsen und die üppige Vegetation macht es nicht immer leicht, dem Trail zu folgen.

Nach einer guten halben Stunde, stoßen wir auf die ersten Piktogramme. Das sind Zeichnungen der amerikanischen Ureinwohner (aka Indianer) welche vor hunderten von Jahren an bestimmten Kultstätten und Versammlungsplätzen auf den Fels aufgetragen wurden.

Die häufig kugelrunden Felsen laden zum posieren ein. Hier das Beispiel "I wanna Rock!" (rimshot)

So langsam kommt Wild-West-Stimmung auf. Wir passieren einen ehemaligen Wasserturm...

...und finden ein altes Autowrack. Mitten in der Wüste. Das Modell stammt wahrscheinlich aus den 1930er Jahren. Es sollte nicht das einzige sein. Kurz vor Erreichen der Mühle finden wir.... nunja, den Vorläufer des Pickup.

Nach weiteren 10 Minuten gelangen wir endlich zur Mühle! Wir haben einen kleinen Zick-Zack Kurs hinter uns, weil der Pfad nicht gut markiert war. Egal, Hauptsache Mühle gefunden!

Eigentlich unglaublich, dass diese Geräte vor knapp 50 Jahren noch in Betrieb waren... Es ist so gespenstisch still in diesem Gebiet. Die Sonne brennt und wir machen uns auf den Rückweg zum Auto.

Am Nachmittag fahren wir zu einem Aussichtspunktk im Park der einen tollen Blick über die San Andreas Spalte bietet.

Auf dem Rückweg wandern wir noch zum Skull Rock. Woher hat der Felsen blos seinen Namen??

Zum Abschluss haben wir euch noch 2 Panoramaaufnahmen angehangen. Öffnet die Bilder einfach in einem neuen Tab (auch auf dem Smartphone / Tablet) und ihr erhaltet eine wunderschöne 360° Grad Rundumsicht.

Wir verbringen noch einen 2 Abend auf dem Jumbo Rocks Campingplatz bis wir schließlich weiterfahren. Nächstes Ziel: Grand Canyon

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-3-san-diego-und-joshua-tree-nationalpark/5d0e0982-50b7-40c5-8d27-a83a68a9cc14Mon, 20 Oct 2014 23:16:46 GMT
<![CDATA[Roadtrip 2 - Los Angeles die Megacity]]>Nachdem wir Santa Barbara durchquert haben, halten wir nach einer weiteren Stunde Fahrt noch kurz um etwas zu Mittag zu essen. Wir sind umgeben von schwarzen SUVs, Gucci Sonnenbrillen, Starbucks Kaffee überall und auch die plastische Chirugie hat hier und da deutliche (!!) Spuren hinterlassen - jup, es scheint als wären wir auf der richtigen Straße nach Malibu Beach!

Wir erreichen den Strand und würden euch gerne Fotos zeigen - leider versteckt sich das ganze Strandgebiet unter einer fetten Smog-Glocke! Die Sicht reicht kaum 20 Meter - und so richtig aussteigen mögen wir in der Luftverschmutzung auch nicht. Es handelt sich dabei um Sommersmog (auch L.A. Smog genannt). In Los Angeles wurde bei der Stadtplanung voll auf den Individualverkehr mit dem Auto gesetzt und es gibt nur ein sehr schlechtes Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln. Teilweise 7 spurige (!!) Stadt-Highways welche sich an mehreren Stellen auf mehreren Ebenen kreuzen lassen das Verkehrschaos erahnen, in welchem sich die Stadt befindet. Auf 3,3 Millionen Einwohner (ca. 18 Millionen wenn man den Einzugsbereich mitrechnet) kommen 4 Millionen Kraftfahrzeuge. Dazu muss man wissen, dass die Amerikaner meist alleine im Auto sitzen. In der Stadt gibt es daher sogenannte HOV-Lanes - Schnellspuren auf denen Fahrzeuge mit 2 oder mehr Personen im Auto (also auch wir!) fahren dürfen. In den 2 Tagen LA haben wir wahrscheinlich 2+ Stunden Verkehrsstau nur durch die Nutzung dieser Spuren gespart - wenn das für Amerikaner keine Motivation für Fahrgemeinschaften ist. :)

In jedem Fall führt dieses immense Verkehrsaufkommen, zusammen mit Industrieabfällen, wenn es mehrere Tage hintereinander sehr warm ist zur Bildung der dicken Smog-Schicht, welche wie eine Glocke über der Stadt schwebt. Wir haben Glück (....) und dürfen dieses Schauspiel genießen.

Tja, da hat man einen Millionenanwesen mit 6fach Garage (kein Witz!) in Malibu und sieht nur Nebel. Die Welt kann unfair sein - Life's a Beach ;)

Wir fahren weiter nach LA in die Stadt.

Nach Malibu fahren wir in die Stadt. Damit wir uns direkt richtig integrieren können, haben wir das passende Fahrzeug direkt dabei. Es leistet ebenfalls seinen Beitrag zum Smog: 24 Liter auf 100 Kilometer schluckt der V8 Motor, dessen Betriebgeräusch ein bisschen an einen großen Schiffsdiesel erinnert, der unten irgendwo seinen Dienst verrichtet. Die "günstigen" Spritpreise, welche umgerechnet ca. 85 Eurocent pro Liter betragen, treiben einem dennoch Tränen in die Augen, wenn man der Tanknadel beim sinken zuschauen kann.

Als erstes Suchen wir in LA das wohl berühmteste Wahrzeichen, dass Hollywood Schild. Es ist schon von weither zu sehen....

...und hat eine bewegte Geschichte. Eigentlich war Hollywood ein gemächliches Dorf, dessen Bewohner Landwirtschaft betrieben, bis in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunders die Traumfabrik entstand, die wir heute kennen. Der Schriftzug lautete zunächst Hollywoodland aber durch einen Erdrutsch kurz nach Fertigstellung gingen die letzten 4 Buchstaben verloren.

Auf dem Weg meldet das Google-Navi: Es gibt eine Abkürung um möglichst nah an das Schild heran zu kommen! Cool, machen wir! Leider werden die Straßen immer enger als wir uns mit dem Wohnmobil dem Gifpel entgegenschrauben. Nach ein paar hundert Metern ist die Straße so verwunden und so schmal, dass es auch kein Zurück mehr gibt und wir nur noch vorwärts fahren können.

Von den Luxusvillen, den Terassen und Bürgersteigen der Hollywood Hills erhalten wir verwunderte Blicke wie zum Geier wir es bis hier rauf geschafft haben....die in den Fels geschlagenen Anwesen und winzigen Sträßchen wären echt wunderschön anzusehen, wäre da nicht unsere tuckernde "Wuchtbrumme" und würden uns nicht laufend niedrig hängende Äste die ans Dach scharben daran erinnern, dass wir hier falsch sind! In höchster Not erhalten wir zudem die Meldung "lost sattelite reception" - wenn man schon kein Glück hat kommt meist auch noch ne Portion Pech dazu!

Naja, leicht gebatet und nach quälend langen Minuten gekurve schaffen wir es dann irgendwie zurück auf eine Kreuzung und wir bekommen die erste Chance den Berg wieder herunter zu fahren. Puuuuuuhhhhhh.

Wir beschließen, "dass die Entfernung von unten eigentlich ganz OK ist und man sowieso besser Fotos von weiter weg machen kann!". ;)

Unsere zweite Station führt uns auf den Hollywood Boulevard.

Diese Straße kennt man aus zahlreichen Berichten über neue Filme und diverse Star-Auftritte. Jeder, der es im Showgeschäft "geschafft" hat, darf sich hier mit einem eigenen Stern verewigen. Nach der Navigationsgerät-Eskapade von vorhin beschenkt uns diesmal das Glück mit einem kostenlosen Parkplatz direkt auf dem Hollywood Boulevard!

Wie alles im Leben hat auch diese Medaille zwei Seiten. Zunächst die Sonnenseite: Wir entdeckten viele Bekannte Künstler auf dem Bürgersteig!

Wir sind jedoch verdutzt, dass es vielerorts auch Blankosterne zu geben scheint, gewissermaßen als Platzhalter für zukünftige Stars. Da es sehr viele gibt scheint ein Stern doch nicht so exklusiv zu sein. Ist also wohl doch nicht so schwer einen zu bekommen...

Nach kurzer Verhandlung bei einem Straßenhändler bietet dieser uns an eine Prüfung bei ihm abzulegen - Karaoke von George Michaels "Last Christmas" in F-Dur. 10 Minuten später haben wir unseren eigenen Stern auf dem Boulevard ;))

Okay, okay, ganz so einfach ist es nicht.

Aber es gibt auch etwas, über das das Fernsehen nicht berichtet: Auf dem Boulevard wird man alle 20 Meter von Unbekannten gefragt ob man eine Tour, eine Map oder sonstwas kaufen möchte. Man hat zudem das Gefühl ständing von Gestalten beobachtet zu werden, mit denen offensichtlich nicht gut Kirschenessen ist. Aus provisorisch bewohnten Hausecken, in denen Menschen schlafen, sitzen oder trinken läuft Urin über den, mit Sternen gesäumten, Bürgersteig - dank der Temperaturen wird so der Hollywood Boulevard auch olfaktorisch ein intensives Erlebnis.

Unsere letzte Station ist der Griffith Park - der größte Stadtpark einer amerikanischen Stadt. In Amerika ist alles groß - aber dieser Park ist wirklich riesig. Mitten im Park ist ein Berg von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt hat.

oder auf das Hollywood Schild.

Nur auf dem Parkplatz fallen wir mal wieder etwas auf :))

Wir sagen Los Angeles "Auf Wiedersehen!" denn unsere kurze Zeit reicht natürlich bei Weitem nicht aus die Stadt, insbesondere die Menschen hier, intensiv kennen zu lernen.

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-2-los-angeles-die-megacity/12193306-a7c6-43b8-bc86-27d50cfbb945Fri, 17 Oct 2014 18:42:07 GMT
<![CDATA[Roadtrip 1 - San Francisco nach Los Angeles]]>Nach ein paar Tagen in San Francisco geht der zweite große Abschnitt unserer Reise erst los. Teil 1 war Hawai'i, Teil 2 wird ein Roadtrip durch Kalifornien, Arizona und Nevada. Wir werden Nationalparks und Millionenstäde sehen. Einsame Straßen und Gegenden sowie die Rush-hours amerikanischer Metropolen.

Für diesen Abschnitt haben wir uns ein kleines Wohnmobil ausgeliehen, welches 24 Tage lang unser kleines Zuhause sein wird. Wir freuen uns und sind schon sehr gespannt!! :)

Die besten Geschichten, Bilder und ggf. auch Videos zeigen wir euch hier im Blog. Ein virtueller Roadtrip ohne Stress (und JA! den gibt es bei so einer Reise sehr wohl!) und bequem von Zuhause oder vom Smartphone aus :)

Zunächst müssen wir nach Fremont bei San Francisco, denn hier holen wir unser Wohnmobil ab. Wir haben ein relativ kleines (19 feet long, also ca 5,7 Meter lang) - welches aber für 2 Personen voll und ganz ausreichend ist.

Ein rollendes Heim ist Luxus auf vier Rädern....

Tadaa! Das ist es!

Und hier die Bilder aus dem Innenraum. Dem Wohnzimmer

  1. Bild von Küche aus

dem Schlafbereich über der Fahrer-Kabine

und der Dusche bzw. dem WC

Verglichen mit den Amerikanern ist unser rollendes Heim geradezu winzig. Die Amis fahren bevorzugt Wohnbusse welche mindestens noch 1-2 seitlich ausfahrbare, kleine Räume (!!) und häufig noch ein Fahrzeug an der Anhängerkupplung hängen haben. Ferner lassen sich die großen Geräte sehr elegant und sozialverträglich auf 4 Parkplätzen abstellen, wie dieses Beipsiel beweist...

Wir können gerade noch so auf einen Parkplatz stehen, wie dieses Beispiel vom Google Parkplatz beweist :))))

...wenn es denn funktioniert.

Tja, leider war unser Glück mit dem Wohnmobil nicht von langer Dauer. Das Fahrzeug hat allerlei kleine Mängel, jedoch auch einige große. Nach dem Abholen des Fahrzeugs haben wir noch mit Nikolai bei Google in der Kantine gegessen. Danach fahren wir zu unserem ersten Campingplatz in Gilroy - es ist schon Nacht und leider funktioniert das Licht nicht so ganz.

DAS hätte der Vermieter vor Fahrtantritt prüfen können. Nach einem kurzen Telefonat, lassen wir am nächsten Tag die Birne in einer Autowerkstatt wechseln. Das soll allerdings nicht das einzieg Problem gewesen sein. Denn bereits in der ersten Nacht erahnen wir, dass wir nicht alleine in unserem Wohnmobil sind.

Jede Nacht wird nämlich noch ein weiterer Mitfahrer aktiv! Es raschelt, knistert, knabbert und scharbt im hinteren Bereich - leider die ganze Nacht lang und in nicht unerheblicher Lautstärke, welche uns kaum schlafen lässt. Morgens sind dann die Vorräte angefressten....

Ganz klar! Hier lebt irgendein Nagetier im Auto!

Nach 5 schlaflosen Nächten beginnt kurz vor Los Angeles nun auch die Bremse hinten rechts beängstigende Geräusche von sich zu geben. Ein kurzer Blick verrät, dass die Bremsbeläge nicht mehr vorhanden sind und dafür nun Metall auf Metall schreckliche Geräusche von sich gibt!
Wir beschließen also, noch einmal bei unserer Autovermietung anzurufen...

Übrigens haben wir extra NICHT die günstigste Autovermietung genommen, weil wir genau solche zeitfressenden Urlaubsunterbrechungen von vornherein vermeiden wollten....ich würde mal sagen: alles richtig gemacht... :P

Wir fassen uns jetzt kurz, um euch die ganzen Details zu ersparen: Mittlerweile haben wir Wohnmobil 2. Es hat immer noch einige Macken aber immerhin funktionieren Licht, Bremsen und wir haben keine blinden Passagiere mehr. ;)

Die Reise beginnt!

Nach San Francisco fahren wir zunächst durch den kleinen Ort Gilroy. Hier gibt es eigentlich nicht viel - außer für shoppingwütige. Auf einem riesigen Areal ist ein Outlet-Center errichtet worden. Für Anna gibt es natürlich auch einen Converse Store :)

Nach Gilroy erreichen wir am nächsten Tag die wesentlich interessantere (und schönere!!) Stadt Monterey an der Westküste. Früher wurde hier viel gefischt und die Leute lebten vom Fischverkauf. Heute stehen mehr Segelboote am Quai. Auch die Gangart in der Stadt ist weniger hektisch als in der Metropole San Francisco. In der Ferne hört man nur die Seerobben...

Der Stadtkern enthält allerlei historische Gebäude (Achtung Disclaimer: "Historisch" heißt in Amerika meist alles was vor 1930 erbaut wurde!).

Außerdem verstehen wir im Verlauf unserer Erkundung nun auch, wieso das Einparken den Amerikanern so schwer fällt - sie überlassen es schlicht ihren Haustieren ;)

Weiter gen Süden geht es auf dem Highway 1 an der Westküste der USA entlang. Dies ist eine der schönsten Straßen Amerikas (sagt Herr Reiseführer). Und wahrhaftig: Während der Fahrt erwarten uns fantastische Ausblicke. Im Großen...

...wie im Kleinen.

Besonders beeindruckend ist ein alter Zypressenbaum der ganz alleine den Naturgewalten trotzt. Man schätzt sein Alter auf ca. 250 Jahre. Er steht dort ganz alleine auf dem Felsvorsprung. Mittlerweile wird er von ein paar Stahlseilen unterstützt :)

Weiter südlich gelangen wir schließlich kurz vor Los Angeles in die Stadt Santa Barbara. Wow!

Da wir nur auf der Durchreise sind, entscheiden wir uns, nur das County Courthouse zu besichtigen.

Das Gerichtshaus hat einen hohen Turm, der die Uhrzeit in alle vier Himmelsrichtungen anzeigt. Das Uhrwerk ist 1930 in den Turm eingebaut worden und verrichtet seitdem seinen Dienst.

Auf dem Turm hat man einen herrlichen Blick über Santa Barbara. Die, von Palmen gesäumten Straßen, welche schließlich in einen Hafenbereich münden lassen erahnen, warum einige Showgrößen aus dem benachbarten Los Angeles hier Ferienwohnungen haben.

Was wir dann im Los Angeles - LA erleben, erfahrt ihr im nächsten Blogpost :)

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http://usa.maknesium.com/roadtrip-1-san-francisco-nach-los-angeles/3f7f26ae-0260-4af1-a03a-dc34ec17ffe6Fri, 17 Oct 2014 18:38:41 GMT
<![CDATA[San Francisco 3 - Fishermans Wharf, Cable Car und mehr!]]>Nach unserer Rückkehr von Hawai'i kehren wir noch einmal bei Nikolai in San Francisco ein. Wir fliegen über Nacht von Kauai direkt nach San Francisco, nehmen die Bahn (BART) nach Downtown und fahren dann mit dem Pendant der Straßenbahn (MUNI) an die Straßenecke vor Nikolai's Wohnung. Die Muni hält genau vor dem Lokal Burgermeister in dem wir bereits schomal .... Burger gegessen haben ;)
Als wir gegen 8 Uhr morgens ENDLICH vor Nikolai's Türe stehen, dampft der Kaffee schon auf dem Tisch! Danke tausendfach Nikolai!

Wir haben nun noch ein paar Tage bis wir unser Wohnmobil für unseren California/ Arizona Road Trip abholen werden und nutzen die Zeit um San Francisco besser zu erkunden.

Direkt vor Nikolai's Haustüre findet an diesem Wochenende das Straßenfest der Cole St. statt. Zwischen den Ständen mit dem Straßenfest-üblichen Klimbim und Tinnef gab es sogar einige (wer hätte das Gedacht) Stände mit Technik-Themen :)

Wir machen uns mit Nikolai auf den Weg in die Stadt...

...um zum Fisherman's Wharf zu gelangen. An dem Anleger fahren heute noch jeden Tag die Boote zum Fischen in die Bay raus. Mittags wird der Fang dann in den zahlreichen Hafenrestaurants und an den Buden verkauft. Das ganze Areal ist durch viele Menschen, Straßenkünstler und Händler sehr belebt.

Hier gibt's frischen Fisch - rund um die Uhr. Wir erreichen die Werft erst gegen Mittag und bringen reichlich Hunger mit. Das Angebot ist riesig: Lobster, Krebse, Fish & Chips ... Schließlich weist uns Nikolai auf einen Geheimtipp hin: Die Bread Bowl - hierbei wird ein kleines Brot ausgehöhlt und mit einer Fischsuppe oder Krabben gefüllt. Anschließend erhält man das Brot zurück und kann die Suppe (und das ganze Brot) essen - sehr sehr (!!) lecker!

Alter Schwede - nach so einem ganzen Brot schlägt direkt das berühmt-berüchtigte Fresskoma ein...

... und wir fühlen uns wie die Seelöwen am Pier 39. Diese können dort auf den verlassenen Pontons dösen.

Weiter geht's zum Palace of fine Arts - ein Bild dieses Bauwerks haben wahrscheinlich alle schon mal gesehen. Als wir ankommen, machen gefühlte 10 Hochzeitspaare gerade dort Fotos.

Weniger bekannt ist allerdings, dass Maurice Leistungen aus dem Kunstunterricht der Schule hier ebenfalls Erwähnung finden - in Form einer Messingplatte im Boden (imaginärer Tusch).

Am nächsten Tag erkunden Anna und Maurice die Stadt weiter - Nikolai muss an einem Werktag nämlich arbeiten ;)

Wir entschließen uns einmal mit dem berühmten San Francisco Cable Car zu fahren. Die Einstellung des Cable Car wurde in San Francisco schon mehrfach diskutiert aber immer wieder verschoben. In der Mitte des 20 Jahrhunderts wurde schließlich beschlossen: Die Bahnen fahren so lange weiter bis ein Entscheid der Bevölkerung zur Abschaltung der Bahnlinien führt - das ist sehr unwahrscheinlich. Eine Fahrt mit dem Cable Car ist Fortbewegung und Museumsbesuch zugleich, denn sie fährt nun seit 1890 durch San Francisco.

Wir steigen an der Powell Station ein - einer Endhaltestelle. Da die Bahnen nicht in beide Richtungen fahren können, wie das bei modernen Zügen der Fall ist, werden die cars jeweils am Ende der Linie vom Fahrer (dem Gripman) sowie einem Helfer auf einer hölzernen Drehscheibe per Muskelkraft "gewendet".

Wir sind die letzten Gäste, die auf das Car mit aufsteigen dürfen. Alle Sitzplätze sind schon vergeben und wir bekommen einen Stehplatz zugewiesen - allerdings draußen auf dem Trittbrett des Cable Cars. Stehen auf'm Gang an der Schlaufe ala KVB ist nicht...

...und schon rattert das Gefährt durch die Straßen von Downtown San Francisco. Erst geht es steil einige Minuten den Berg hinauf...

...dann gibt es eine kurze, ebenerdige Fahrtstecke - hier kommt uns die selbe Linie in entgegengesetzter Richtung entgegen (die scheinbar alle einen Sitzplatz bekommen haben) - ...

...und dann rattert die Bahn den Berg wieder hinunter. Technischer Stand von 1900 ist jedoch, dass bergabwärts die Bremsen schleifen gelassen werden. Das ist erstens ohrenbetäubend laut und nach wenigen Augenblicken riecht es zweitens nach verbranntem Irgendwas - den ganzen Weg bis zur Endstation. Funktioniert jedoch!

Und wir sind nicht im Vorgarten eines SF-Einwohners mit Sinn für Humor gelandet.... :)

Während unseres Aufenthaltes findet zeitgleich eine Oracle Messe im Moscone Center statt. Diese Messehalle ist dem ein oder anderen vielleicht von Apples Keynotes bekannt, die hier abgehalten werden. Hier wurde u.a. 2007 das iPhone der Weltöffentlichkeit präsentiert. Die Halle ist typisch amerikanisch - riesengroß! Oracle möchte sich scheinbar nicht Lumpen lassen - zudem wird nebenan gerade von Microsoft bekannt gegeben dass die neue Version Windows 10 heißen wird.

Es wurde sogar der Katamaran der Oracle Segelteams extra zur Messe eingeflogen. Mit diesem gelang dem US Team ein 9:8 Erfolg über das Team von Neuseeland. Wohlgemerkt nach einem 1:8 (!!) Rückstand...

...um die ganzen Cloud, Big Data, Mobile, Apps etc. Buzzwords im Messe Bullshit Bingo entsprechend in Szene zu setzen. Die Durchfahrtsstrasse zum Moscone Center wurde zudem mit einem roten Teppich ausgekleidet...

...Das ist wirklich etwas dekadent. ;)

Anschließend fahren wir zum westlichsten Punkt der San Francisco Halbinsel. Hier steht das Cliff House. (Für Australien-Kenner: Quasi die Byron Bay San Franciscos).

Und direkt davor liegt der beschissenste Felsen der USA (tadaa! bitte amerikanisches Serien-Lachen an dieser Stelle im Geiste vorstellen):

Über verschiedene Strände (das Wasser ist soooooo kalt, da sterben einem schon die Füße ab!) gelangen wir nochmal zur Golden Gate Brücke, die wir bei unserem ersten Aufenthalt schon aus der Luft kennen gelernt haben.

An die Kitesurfer unter euch (Ihr wisst wen wir meinen! :) - kann es eine bessere Kulisse geben? Die Bay ist auf jeden Fall einen Ausflug mit dem Kite-Board wert:

Kurz bevor wir unser Wohnmobil (heißt im englischen RV - recreational vehicle) abholen, besuchen wir noch den Japanese Teagarden in San Francisco's Golden Gate Park. Wir würden euch gerne allerlei Details rund um diesen wirklich schön angelegten Garten erzählen - allerdings ist unser Guide nicht aufgetaucht und so können wir euch nur die Bilder dieser, wirklich schönen Anlage, zeigen.

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http://usa.maknesium.com/san-francisco-3-fishermans-wharf-cable-car-und-mehr/db2ed26c-f561-4b89-995b-cda920713222Sat, 11 Oct 2014 03:31:47 GMT
<![CDATA[Hawai'i 4 - Kauai die Garteninsel]]>Nach Big Island wird die Insel Kauai unsere letzte Etappe auf Hawai'i sein. Sie wird auch liebevoll die Garteninsel von ihren Bewohnern genannt. Kauai ist die älteste Insel von Hawai'i und daher von üppigem Bewuchs. Ferner blieb der kleinen Insel bisher der Massentourismus erspart - nur ganz wenige Flüge gehen zum Flughafen von Lihu'e.

Nach der Landung holen wir unseren Mietwagen ab und fahren zur unserem AirBnB Apartment in Sandpiper Village, Princeville. Detail am Rande: Scheinbar ist AirBnB in Europa bekannter als in den USA - sämtliche Hosts berichten uns, dass sie fast nur Gäste aus Europa empfangen. Komisch - wir sind immer davon ausgegangen, dass die Amerikaner AirBnB intensiver nutzen. Wahrscheinlich sind die Europäer doch eher das Reisevolk :)

Unser Condo ist super! Sogar das amerikanische Pendant einer Senseo Kaffee Maschine steht darin. Sollte dies der Schlüssel zu leckerem Kaffee in den USA sein (kurze Auflösung: NEIN!!!) ?

Wir haben sogar geräumigen Lanai (Balkon). Lanais werden auf Hawai'i wie ein Raum der Wohnung genutzt - da es fast eh immer warm ist. Daher steht auch der Kühlschrank (leider nicht im Bild) draußen.

Die Anlage ist super gepflegt - kein Grashalm wächst krumm. Alle Wege und Flächen sind gesäumt von englischem Golf Rasen. Super!

Wir haben noch einen Service - jeden Morgen pünktlich um sechs Uhr fängt ein wilder Hahn, der neben unserer Anlage "wohnt" an zu krähen. Wirklich.... jeden morgen....für mindestens 20 Minuten!

Die Insel selbst ist so grün wie der Regenwald. Das schwarze Lavagestein ist seit Jahrtausenden mit Pflanzen und Wäldern überzogen...

...die in paradiesische Strände münden.

Diese sind teilweise sehr gut zugänglich, wenn man früh aufsteht (danke Hahn!) und wegen akuten Parkplatzmangels schon früh morgens sein Auto dort abstellt. Wir haben an einem Tag wirklich Glück und besuchen den Tunnels Beach. Hier waren die Wellen teilweise 2,5 Meter hoch (und die Lifeguard super entspannt!). Es war ein Riesenspaß einen halben Tag lang dort in den Wellen zu tollen (und die andere Hälfte mit der Behandlung des Sonnenbrandes zuzubringen).

Direkt an der Küste stehen viele Häuser auf Stelzen. Ein ganz eigentümliches Erscheinungsbild wenn man mit dem kleinen Auto durch die Straßen fährt und alle Häuser hoch oben liegen. Wieso? Hawai'i wird regelmäßig von Hurrikans oder auch Tsunamis heimgesucht...

...so dass derlei Vorsichtsmaßnahmen leider zum Alltag der Bewohner gehören. Ein Naturschauspiel der anderen Art sind die Spouting Horns an der Südküste der Insel. Hier haben die Wellen unterirdische Höhlen gegraben und bei jedem Eintreffen einer Welle auf die Küste, wird das Wasser durch einen dünnen Schornstein nach oben gepresst.

Kauai ist so klein, dass man mit einer Tagestour die gesamte Insel einmal umrunden könnte - allerdings ist der Highway nur zu drei viertel fertig gestellt worden weil das letzte Stück der Na Pali Küste mit den Steilhängen sich als zu anspruchsvoll erwies.

Im Zentrum der Insel liegt der Waimea Canyon, der gewissermaßen als Grand Canyon von Hawai'i gehandelt wird. Ob der Vergleich hinkt, wissen wir noch nicht (werden wir aber im Verlaufe der Reise erfahren), jedoch ist eine gewisse Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen :)

Die Weite und Schönheit sind einfach gigantisch!

An unserem letzten Abend auf Kauai sind wir rüber zum benachbarten Strand St Regis gefahren. Hier gab es noch einmal einen Sonnuntergang der Extraklasse:

Damit endet leider der erste Teil unserer Reise - Hawai'i ist wirklich traumhaft schön!
Wir werden Nikolai nun noch einmal in San Francisco besuchen und uns anschließend auf den Roadtrip in Kalifornien begeben. Der Roadtrip wird insgesamt 24 Tage dauern und wir werden euch auch dort auf dem Laufenden halten :)

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http://usa.maknesium.com/hawaii-4-kauai-die-garteninsel/f608cf9b-c337-48bf-bd91-9da865b7b62eWed, 08 Oct 2014 05:50:15 GMT
<![CDATA[Hawai'i 3 - Big Island der große Vulkan und tauchen mit den Manta-Rochen]]>Nach der Badeinsel Maui mit ihren Sandstränden geht es weiter auf die größte und jüngste Insel des Atolls: Big Island

Big Island hat mehr Fläche als alle anderen hawaiianischen Inseln zusammen mal zwei. Sogar ein aktiver Vulkan ist vorhanden! Dennoch ist der Tourismus nicht so ausgeprägt wie auf O'ahu. Das liegt vor allem daran, dass fast alle Flüge nach Honolulu gehen. Der Flughafen von Big Island liegt mitten in einem Lavafeld. Da nur wenige Flüge gehen ist er entsprechend klein und... nun ja offen.
Das ist das Gate:

Unsere Bleibe ist ein kleines Condo innerhalb eines Apartmentkomplexes Namens Kona Islander Inn. Das scheint jedenfalls ein Trend zu sein: Räume innerhalb der Komplexe werden an Privatpersonen als Investment verkauft, welche die Räume wiederum über diverse Websites (allen voran AirBnB) weiter vermieten.

Dennoch gibt es eine Lobby und gemeinsame Flächen wie den Pool, Waschhaus und manchmal auch eine Sauna die zentral verwaltet werden. Hier seht ihr unsere Pool-area:

Die Anlage ist sehr gepflegt und toll bewaldet. Unser kleiner Raum hat zudem einen Balkon und bei Niederschlag hat man das Gefühl direkt im Regenwald zu sitzen :)

Die Stadt heißt Kailua-Kona. Die Hauptstraße kennen einige vielleicht aus dem TV. Warum? Hier startet der wohl härteste Triathlon der Welt: der Ironman (gibt's auch für Frauen!). Es wird jährlich auf Big Island ausgetragen und besteht aus 3,8 Kilometern Schwimmen, 180 Kilometern Rad fahren und zum Abschluss wird noch ein Marathon über die volle Distanz, also 42 Kilometern, gelaufen. Startschuss und Zieleinlauf finden hier in Kona statt.

Wir müssen sagen, jetzt wo wir das feuchte und extrem warme Klima auf Hawai'i am eigenen Leib erfahren haben - hat sich der Respekt gegenüber den Teilnehmern verzehnfacht! Zudem ist es nicht überall einfach gleich, denn Hawai'i hat so ziemlich alle Klimazonen. Daher werden auch viele Hollywood filme hier produziert. Fährt man ca. eine Stunde von der Küste weg, die mit über 35 Grad am Mittag und hoher Luftfeuchtigkeit der tropischen Zone entspricht, sieht man grüne Wiesen und einen Baumbestand, welcher eher an Schottland erinnert. Zudem ist es ca. 10 Grad kühler.

Wie gesagt: Big Island ist die jüngste Insel von Hawai'i. Daher befindet sich überall das typische, schwarze Lavagestein. Die See hatte noch keine Zeit, mittels Millionen kleiner Wellen die großen Gesteinsbrocken am Strand in feinen Sand zu verwandeln.

An einem Strand ist der Prozess jedoch schon fortgeschritten: Die großen Brocken wurden schon zerkleinert, allerdings ist der Sand immer noch Schwarz. Daher der Name Black Beach. Diesen besuchen wir an unserem zweiten Tag auf Big Island.

Der Black Beach ist etwas ganz besonderes: zunächst ist es ziemlich gefährlich mit Flip-Flops darüber zu laufen. Die Sonne heizt den schwarzen Sand extrem auf und es drohen echte Verbrennungen!

Viel spannender ist aber das Naturschauspiel, was sich im Wasser vor dem Black Beach abspielt. Hier treiben Meeresschildkröten ziemlich müßig hin und her. Sie lassen sich einige Stunden von der Strömung im Wasser treiben...

... bis sie schließlich erschöpft an den Strand krabbeln - ihnen macht der heiße Sand offenbar nichts aus - um sich auszuruhen. Am Strand dösen sie dann einige Stunden.

In der Nacht kann man die Schildkröten manchmal dabei beobachten wie sie ihre Eier, aus dem der Nachwuchs schlüpfen wird, im Sand vergraben.

Nach Black Sand Beach fahren wir weiter zu dem Vulkan Kīlauea. Er ist noch aktiv und von oben kann man in seinen Lavasee schauen (allerdings nur mit dem Helikopter). Überall auf dem Gelände sind Sensoren verteilt welche zumeist Tage vor einem weiteren Ausbruch (es gibt mehrere kleine Ausbrüche pro Jahr) bereits tektonische Aktivitäten melden.

Wenn man sich dem Kraterrand nähert, gibt es rechts und links der Straße sogenannte Vents also Kamine aus denen schwefelhaltiger Dampf steigt. Grundwasser dringt tief ins Gestein ein, trifft auf die heißen Gesteinsschichten und steigt als Dampf auf. Wir unternehmen eine kleine Wanderung durch die Sulfur fields....

...welche uns nach ca. 1 Stunde zum äußeren Kraterrand des Kīlauea führt. WOW! Das sieht aus als würde hier ein Raumschiff landen! So eine riesige Fläche! Der große Vulkanausbruch, der letztlich zur Entstehung von Big Island führte muss absolut apokalyptische Ausmaße gehabt haben! Die Bilder geben die Größenverhältnisse nicht so richtig wieder - der Krater hat einen Durchmesser von knapp einem Kilometer.

Schaut man genauer hin, erkennt man sehr genau die verkrustete Lavadecke auf dem alten Vulkan.

Wenige Kilometer entfernt ist das heiße Lavagestein mit kaltem Wasser in Kontakt gekommen. Über viele Jahrtausende sind so die Lava Tubes entstanden, welche man heute besichtigen kann. Der kurze Gang erinnert an eine Tropfsteinhöhle aus Lavagestein.

Nachdem wir die Insel mit dem Auto erkundet haben, entschließen wir uns noch zu einer Aktivität, die man so nur auf Big Island durchführen kann: dem Manta Night Dive

Wir rufen bei einer der lokalen Tauch-Firmen an und buchen zwei Tauchgänge. Wenige Stunden später stehen wir am Pier und steigen auf das Boot.

Zunächst fahren wir ca. eine halbe Stunde zu einem Ankerplatz an einem Riff. Auf dem Weg erfahren wir einige Fakten zu den Fischen, die wir (hoffentlich) gleich sehen werden. Wir sind immerhin über 2 Jahre lang nicht mehr getaucht und machen uns nochmal mit den Geräten vertraut - daher sind wir auch etwas aufgeregt. Die Crew ist echt professionell und super freundlich.

Wir haben 2 Tauchgänge gebucht. Der erste Tauchgang ist ein Deep-Dive im Riff und ist gut um wieder rein zu kommen. Besonders die riesigen Kolonnen an Putzerfischen, welche sich gegenseitig in Formation reinigen, stellen ein imposantes Schauspiel dar. Die einen Fressen, während die anderen durch die Waschstraße schwimmen :)

Der zweite Tauchgang ist der Night Dive mit den Mantarochen. Viele internationale Tauchmagazine bewerten diesen als den No.1 Night Dive in the world. Die Mantarochen sind in der Vielzahl und Größe nur so vor Big Island zu finden. Die Rochen können bis zu einer Spannweite von über 2 Metern heranwachsen und die größten wiegen 1 Tonne.

Die Tiere sind für uns Menschen völlig ungefährlich und filtern Plankton als Nahrung aus dem Wasser. Plankton wird bei Nacht von Licht angezogen. Wenn man sich also mit einer Unterwasserlampe auf den Meeresboden setzt und mit der Lampe in Richtung der Wasseroberfläche leuchtet, eröffnet man ein riesiges Buffet für die sanftmütigen Giganten:

Wir können euch sagen: Wenn eine Tonne Fisch auf euch zu schwimmt und dabei das Maul, welches etwa die Größe eines Kanaldeckels hat, aufreißt und nur kurz vorher ausweicht, wird einem zunächst etwas anders. Zumal es sich nicht um nur einen Manta handelt sondern um 45 (!!) - wir hatten absolutes Glück, normalerweise sieht man ca. 10 Mantarochen. :)
Nach ein, zwei Minuten haben wir uns in das Ballett der Mantas eingefunden und genießen die Show - eine Stunde lang. Wahnsinn, wir sind total begeistert!!!

Wir haben sogar ein Video für euch:

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http://usa.maknesium.com/hawaii-3-big-island-der-grosse-vulkan-tauchen-mit-mantas/b6ffd6dd-43fb-4bc7-8deb-98dcad75345bTue, 30 Sep 2014 05:38:18 GMT