Roadtrip 8 - Geisterstadt Rhyolite

Nur eine Stunde vom Death Valley entfernt liegt die 1904 gegründete Stadt Rhyolite.

Durch neu gegründete Minen in den nahe liegenden Bergen zog die Junge Stadt binnen kurzer Zeit viele Siedler an und erhielt sogar einen Eisenbahn-Anschluss. Zwischen 1907 und 1908 hatte die Stadt eine Population von 3500 - 5000 Einwohnern. Zudem verfügte sie über fließendes Wasser, Stromleitungen, elektrisches Licht, Telefone, Zeitungen, ein Krankenhaus, eine Schule, ein Opernhaus und sogar eine eigene Wertpapier-Börse. Als die Bodenschätze (Eisenerz) erschöpft waren, verschwand die Stadt fast so schnell wie sie aufgebaut wurde. 1920 verließen die letzten Siedler die Stadt.

Das Bild zeigt die Cook Bank! Eines der modernsten Gebäude der Stadt. Es hatte ursprünglich drei Stockwerke und hätte nach heutigen Maßstäben einen Baupreis von $24 Mio Dollar.

Ein Saloon durfte zudem damals natürlich in keiner Stadt fehlen...

Gegenüber befand sich damals der Eisenbahn-Anschluss. Ein Wagon wurde einfach seinem Schicksal überlassen...

In der Stadt stand auch ein "General Store" - er wurde allerdings einige Wochen vor unserem Besuch vom Blitz getroffen und brannte vollständig nieder! Wir sehen also nur noch die Ruinen.

Witzig auch: Ein Bewohner baute sein Haus (eines der wenigen welches noch erhalten ist) nahezu vollständig aus alten Flaschen der Bergbauarbeiter. Eine nahezu visionäre Idee :)

Es ist sehr ruhig in der Stadt, man hört nur den Wind. Da wir ganz alleine sind, erleben wir ein echtes Geisterstadt-Gefühl.