Roadtrip 3 - San Diego und Joshua Tree Nationalpark

Auf geht's weiter in den Süden - zu America's finest city - San Diego. Ebenfalls eine Metropole mit über 1 Mio Einwohnern, diese Stadt liegt direkt an der Grenze zu Mexiko.

Auf dem Weg dorthin halten wir noch in der Kleinstadt San Clemente für eine Nacht um die Wäsche zu waschen ;)

Wir erreichen San Diego am Abend. Unser Campingplatz liegt auf der kleinen Halbinsel, welche über eine laaaaange Brücke über den gesamten Hafenbereich erreicht werden kann. Wirklich eindrucksvoll!

Genau wie der Sonnenuntergang auf der Halbinsel...

...und die Mondfinsternis! Diese ist nur von Teilen Amerikas aus zu sehen weil dort zur Zeit der Finsternis 2:30 morgens ist. Außerdem ist in der Nacht Vollmond. Entgegen aller Vernunft sind wir aufgestanden, um das ca. 1 Stunde lange Ereignis zu beobachten.

Am nächsten Tag starten wir in San Diego Downton - dem Gaslamp Quarter. In der Tat! Die Stadt macht einen extrem aufgeräumten und hübschen Eindruck.

Im Hafen liegt zudem seit einigen Jahren der stillgelegte Flugzeugträger USS Midway vor Anker. Dieses riesige Ungetüm wurde nach dem 2. Weltkrieg fertig gestellt und dient heute als Museum. Die Schilder triefen vor Pathos und Amerika Fahnen, Heldentum und Veteranengeschichten nur so.... ;)

...sogar ein sehr berühmtes Foto, welches eine spontane Reaktion von 2 Bürgern in New York, die vom Kriegsende des 2. Weltkrieges erfahren haben, abbildet ist überlebensgroß dargestellt.

Wir schlendern noch etwas durch den Hafen und lassen uns treiben als wir von 2 chinesischen Touristen, welche kaum Englisch sprechen, angespochen werden wie denn die Parkuhren funktionieren. Vergeblich versuchen die beiden mit Kreditkarte zu zahlen, leider nehmen die Parkuhren -entgegen dem amerikanischen 'Usus'- nur Cash. Nachdem wir den beiden also mit Händen und Füßen erklärt haben wie die Parkuhr funktioniert, fällt uns siedend heiß ein, dass wir ja selber gar kein Geld in unsere Parkuhr geworfen haben. Ups! Vor lauter Begeisterung über San Diego haben wir das völlig vergessen!
Bei brütender Hitze erreichen wir nach einem echten Latscher die Parkuhr und stellen erleichtert fest, dass es bisher keiner Politesse aufgefallen ist. Nochmal Glück gehabt! :)

Wir kaufen ein um uns auf den Weg in den ersten Nationalpark - den Joshua Tree Nationalpark zu machen. Wie häufig schon, werden wir beim Einkauf schnell als Deutsche enttarnt ("Puma-Schuhe! Mietwagen! - Kommt ihr aus Deutschland?!") und lernen Peter kennen, der vor 18 Jahren aus Osnabrück in die USA ausgewandert ist. Erst lebte er in Chicago, nach einigen Jahren zog er dann nach San Diego und liebt das Leben zwischen normaler Arbeit und Strand mit seiner Familie. Cooler Typ :)

Nach ein paar Stunden erreichen wir den Nationalpark. Mormonen haben die seltsam anmutenden Bäume an den Propheten Joshua erinnert - daher der Name Joshua Tree. Die Bäume haben wirklich ein einzigartiges Erscheinungsbild...

und sie stehen dort zu tausenden.

In ihrem inneren bestehen sie aus einer Schwamm-ähnlichen Substanz, welche Wasser speichern kann. Nur so ist es Ihnen möglich in der kargen Wüstenlandschaft des Nationalparks zu überleben.

Wir entscheiden uns für den Campingplatz Jumbo Rocks mit seiner faszinierenden Felslandschaft.

Und wieder einmal erleben wir einen faszinierenden Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag, machen wir mehrere Walks im Park. Wir nehmen euch mit auf einen besonders schönen zu einer alten Goldmine, welche von 1930 bis 1966 in Betrieb war. Der Besitzer der Mine ließ andere Goldgräber das Schürfgut in dieser Mühle verarbeiten.

Wir machen uns also auf den Weg durch die Wüstenlandschaft. Die markanten Felsen und die üppige Vegetation macht es nicht immer leicht, dem Trail zu folgen.

Nach einer guten halben Stunde, stoßen wir auf die ersten Piktogramme. Das sind Zeichnungen der amerikanischen Ureinwohner (aka Indianer) welche vor hunderten von Jahren an bestimmten Kultstätten und Versammlungsplätzen auf den Fels aufgetragen wurden.

Die häufig kugelrunden Felsen laden zum posieren ein. Hier das Beispiel "I wanna Rock!" (rimshot)

So langsam kommt Wild-West-Stimmung auf. Wir passieren einen ehemaligen Wasserturm...

...und finden ein altes Autowrack. Mitten in der Wüste. Das Modell stammt wahrscheinlich aus den 1930er Jahren. Es sollte nicht das einzige sein. Kurz vor Erreichen der Mühle finden wir.... nunja, den Vorläufer des Pickup.

Nach weiteren 10 Minuten gelangen wir endlich zur Mühle! Wir haben einen kleinen Zick-Zack Kurs hinter uns, weil der Pfad nicht gut markiert war. Egal, Hauptsache Mühle gefunden!

Eigentlich unglaublich, dass diese Geräte vor knapp 50 Jahren noch in Betrieb waren... Es ist so gespenstisch still in diesem Gebiet. Die Sonne brennt und wir machen uns auf den Rückweg zum Auto.

Am Nachmittag fahren wir zu einem Aussichtspunktk im Park der einen tollen Blick über die San Andreas Spalte bietet.

Auf dem Rückweg wandern wir noch zum Skull Rock. Woher hat der Felsen blos seinen Namen??

Zum Abschluss haben wir euch noch 2 Panoramaaufnahmen angehangen. Öffnet die Bilder einfach in einem neuen Tab (auch auf dem Smartphone / Tablet) und ihr erhaltet eine wunderschöne 360° Grad Rundumsicht.

Wir verbringen noch einen 2 Abend auf dem Jumbo Rocks Campingplatz bis wir schließlich weiterfahren. Nächstes Ziel: Grand Canyon