Hawai'i 4 - Kauai die Garteninsel

Nach Big Island wird die Insel Kauai unsere letzte Etappe auf Hawai'i sein. Sie wird auch liebevoll die Garteninsel von ihren Bewohnern genannt. Kauai ist die älteste Insel von Hawai'i und daher von üppigem Bewuchs. Ferner blieb der kleinen Insel bisher der Massentourismus erspart - nur ganz wenige Flüge gehen zum Flughafen von Lihu'e.

Nach der Landung holen wir unseren Mietwagen ab und fahren zur unserem AirBnB Apartment in Sandpiper Village, Princeville. Detail am Rande: Scheinbar ist AirBnB in Europa bekannter als in den USA - sämtliche Hosts berichten uns, dass sie fast nur Gäste aus Europa empfangen. Komisch - wir sind immer davon ausgegangen, dass die Amerikaner AirBnB intensiver nutzen. Wahrscheinlich sind die Europäer doch eher das Reisevolk :)

Unser Condo ist super! Sogar das amerikanische Pendant einer Senseo Kaffee Maschine steht darin. Sollte dies der Schlüssel zu leckerem Kaffee in den USA sein (kurze Auflösung: NEIN!!!) ?

Wir haben sogar geräumigen Lanai (Balkon). Lanais werden auf Hawai'i wie ein Raum der Wohnung genutzt - da es fast eh immer warm ist. Daher steht auch der Kühlschrank (leider nicht im Bild) draußen.

Die Anlage ist super gepflegt - kein Grashalm wächst krumm. Alle Wege und Flächen sind gesäumt von englischem Golf Rasen. Super!

Wir haben noch einen Service - jeden Morgen pünktlich um sechs Uhr fängt ein wilder Hahn, der neben unserer Anlage "wohnt" an zu krähen. Wirklich.... jeden morgen....für mindestens 20 Minuten!

Die Insel selbst ist so grün wie der Regenwald. Das schwarze Lavagestein ist seit Jahrtausenden mit Pflanzen und Wäldern überzogen...

...die in paradiesische Strände münden.

Diese sind teilweise sehr gut zugänglich, wenn man früh aufsteht (danke Hahn!) und wegen akuten Parkplatzmangels schon früh morgens sein Auto dort abstellt. Wir haben an einem Tag wirklich Glück und besuchen den Tunnels Beach. Hier waren die Wellen teilweise 2,5 Meter hoch (und die Lifeguard super entspannt!). Es war ein Riesenspaß einen halben Tag lang dort in den Wellen zu tollen (und die andere Hälfte mit der Behandlung des Sonnenbrandes zuzubringen).

Direkt an der Küste stehen viele Häuser auf Stelzen. Ein ganz eigentümliches Erscheinungsbild wenn man mit dem kleinen Auto durch die Straßen fährt und alle Häuser hoch oben liegen. Wieso? Hawai'i wird regelmäßig von Hurrikans oder auch Tsunamis heimgesucht...

...so dass derlei Vorsichtsmaßnahmen leider zum Alltag der Bewohner gehören. Ein Naturschauspiel der anderen Art sind die Spouting Horns an der Südküste der Insel. Hier haben die Wellen unterirdische Höhlen gegraben und bei jedem Eintreffen einer Welle auf die Küste, wird das Wasser durch einen dünnen Schornstein nach oben gepresst.

Kauai ist so klein, dass man mit einer Tagestour die gesamte Insel einmal umrunden könnte - allerdings ist der Highway nur zu drei viertel fertig gestellt worden weil das letzte Stück der Na Pali Küste mit den Steilhängen sich als zu anspruchsvoll erwies.

Im Zentrum der Insel liegt der Waimea Canyon, der gewissermaßen als Grand Canyon von Hawai'i gehandelt wird. Ob der Vergleich hinkt, wissen wir noch nicht (werden wir aber im Verlaufe der Reise erfahren), jedoch ist eine gewisse Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen :)

Die Weite und Schönheit sind einfach gigantisch!

An unserem letzten Abend auf Kauai sind wir rüber zum benachbarten Strand St Regis gefahren. Hier gab es noch einmal einen Sonnuntergang der Extraklasse:

Damit endet leider der erste Teil unserer Reise - Hawai'i ist wirklich traumhaft schön!
Wir werden Nikolai nun noch einmal in San Francisco besuchen und uns anschließend auf den Roadtrip in Kalifornien begeben. Der Roadtrip wird insgesamt 24 Tage dauern und wir werden euch auch dort auf dem Laufenden halten :)